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Hortplätze in Peine: Stadtelternratwill den Bedarf per Umfrage ermitteln

Peine Hortplätze in Peine: Stadtelternratwill den Bedarf per Umfrage ermitteln

Für ein bedarfsgerechtes Angebot an Hortplätzen im Stadtgebiet macht sich der Stadtelternrat der Kindertagesstätten in Peine stark. Da sich derzeit eine Unterversorgung abzeichne, läuft an den Peiner Krippen, Kindertagesstätten und Grundschulen bereits seit einigen Tagen eine große Umfrage.

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Nachschulische Betreuung in einem Kinderhort: Der Stadtelternrat will mit seiner Fragebogen-Aktion helfen, ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen.

Quelle: Archiv/dpa

Die Eltern der betreffenden Kinder sind aufgerufen, bis 28. Februar den Fragebogen auszufüllen. Der Stadtelternrat hofft nun auf eine hohe Rücklaufquote, um belastbares Zahlenmaterial zu sammeln.

Die Umfrage hatte der Stadtelternrat in Absprache mit der Stadt Peine aus einer eigenen Initiative heraus gestartet. Damit solle „der nötige Wandel in der nachschulischen Betreuung in der Stadt Peine“ untermauert werden. Zudem sollen damit Maßnahmen zum Ausbau der Schulhorte faktisch begründet werden. „Mit der Ausgabe von entsprechenden Fragebögen wurden bereits alle Eltern angesprochen, dem Stadtelternrat den eigenen Bedarf an unterstützender Betreuung ihrer Kinder darzulegen“, so Sprecher Gero Diekhoff. Diese Fragebögen seien an allen Grundschulen, Kindertagesstätten und Krippen über die Lehr- und Erziehungskräfte an die Kinder verteilt worden. Dadurch soll ein anonymisiertes Bild entstehen, das den voraussichtlichen quantitativen Bedarf an Hortplätzen über Jahre hinaus belegen soll und damit dem Stadtelternrat ermöglicht, daraus Forderungen wie auch weitere Aktivitäten abzuleiten.

„Eine solche Bedarfserhebung ist natürlich nur dann aussagekräftig, wenn die Beteiligungsquote möglichst hoch ist“, so Diekhoff. Das heißt, die Fragebögen sollten in möglichst hoher Anzahl ausgefüllt zurückgegeben werden, selbst dann, wenn es im einzelnen Fall keinerlei Bedarf gebe.

Der Stadtelternrat bittet die gesamte Elternschaft darum, alle Fragebögen ausgefüllt bis Freitag, 28. Februar, an die jeweilige Kita zurückzugeben. Sofern Eltern noch ein Exemplar benötigen, Anfrage per E-Mail an stadtelternratpeine@gmail.com. In den Grundschulen ist die Abgabefrist schon abgelaufen. Wer diesen Termin versäumt hat, kann den Fragebogen ebenfalls per E-Mail nachreichen.

rd

INFO

Stadtelternrat zur Hortsituation in Peine

Der gesellschaftliche Wandel zwingt junge Familien immer mehr zur Berufstätigkeit beider Elternteile. Egal, ob es darum geht, die Finanzlage der eigenen Familie sichern zu müssen, oder auch darum, die individuelle Altersvorsorge sicherzustellen. Dieser schon nicht mehr ganz so neuen Situation wird jedoch im Bereich der nachschulischen Betreuung nicht ausreichend Rechnung getragen. „Im Zuständigkeitsbereich der Stadt Peine bedeutet das: Auf etwa 2000 Grundschüler entfallen derzeit rund 300 Hortplätze“, so Gero Diekhoff, Sprecher des Stadtelternrates. Auch wenn nicht jede Familie Unterstützung bei der Betreuung ihrer Kinder nach Schulschluss benötige, etwa wo es noch Großeltern gibt, die unterstützen könnten. Es lasse sich unschwer erkennen, dass sich hier eine enorme Schieflage abzeichnet. Diese werde umso deutlicher in kinderstarken Jahrgängen wie die, die derzeit ins schulfähige Alter kommen.

Dieckhoff: „Und die heutige Krippengeneration wächst erst heran. Sollen die Mütter aufhören zu arbeiten, wenn ihr Kind nach fünfjähriger Betreuung eingeschult wird?“

Einige lokale Abfragen habe es in der jüngeren Vergangenheit bereits gegeben. So warteten in Vöhrum mindestens 35 Kindergartenkinder der Kita Löwenzahn auf potenziell 13 frei werdende Hortplätze an der Hainwaldschule. „Allein in Stederdorf werden dringend 20 Hortplätze benötigt“, sagt Diekhoff. Auf der Warteliste einer Peiner Schule stünden 23 Schüler für zwei freie Plätze. „Darüber hinaus sprechen wir bei heutigen Schulhorten zumeist um die Betreuung der Kinder während der Schulzeit“, so der Sprecher weiter. Aber selbst wenn hier ausreichend Plätze vorhanden wären, wer habe 80 Tage Jahresurlaub, um die Schulferien eines ganzen Jahres abzudecken?

Im Krippen- und Kindergartenbereich habe die Politik mit dem Rechtsanspruch mittlerweile eine gute und richtungsweisende Grundlage gelegt. Mit dem Eintritt in das Schulalter der Kinder fehle es jedoch an der erforderlichen Nachhaltigkeit, nicht zuletzt verschuldet durch den Bruch in der politischen und somit behördlichen Zuständigkeit für Kindertagesstätten, Schulhorte wie auch Tagesmütter.

rd

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