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Honrath: „Mein Ziel ist es, Brawo noch bekannter zu machen“

Neuer Leiter der Volksbank im Interview Honrath: „Mein Ziel ist es, Brawo noch bekannter zu machen“

Der neue Leiter der Volksbank-Brawo-Direktion in Peine heißt Stefan Honrath. Die PAZ sprach mit ihm über die Veränderungen in der ehemaligen Volksbank Peine nach der Fusion, die neuen Möglichkeiten für die Kunden und seine persönlichen Ziele.

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Blick in die Zeitung: Stefan Honrath (l.) von der Volksbank und Thomas Kröger (PAZ).

Quelle: Antje Ehlers

Peine. Sie sind neuer Leiter der Volksbank-Brawo-Direktion in Peine. Was gehört zu Ihrem Aufgabengebiet?
Meine Aufgaben ergeben sich aus der Gesamtverantwortung für die Direktion Peine und ihre Entwicklung. Das umfasst das Bankgeschäft ebenso wie die Vertretung des Hauses in Gremien und der Öffentlichkeit.

Was ist das Besondere an dieser Funktion?
Das Besondere resultiert aus der konsequent dezentralen Aufstellung der Volksbank Brawo. Das macht die Aufgabe reizvoll, wenn man Spaß daran hat, den Auftritt eines Unternehmens vor Ort mit Fantasie zu gestalten.

Ihre Ernennung hat für Überraschung gesorgt, denn Sie waren jahrelang in führender Position für die Kreissparkasse Peine tätig. Was bedeutet dieser Wechsel?
Es war eine persönliche Entscheidung für die Volksbank Brawo und die Aufgaben, die mich hier erwarten. Das Geschäftsmodell finde ich überzeugend. Das Wirken in der Region und für die Region ist offenkundig. Die Sicht des Vorstandes auf Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter entspricht meinem Menschenbild. Und mit unserem Leistungsangebot sind wir bestens gerüstet für den Wettbewerb.

Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Geldinstituten und die Unterschiede?
Es wäre unpassend, wenn ich einen Vergleich zwischen unserem Haus und der hiesigen Sparkasse anstellen würde.

Und wofür steht die Volksbank Brawo?
Es sind verschiedene Merkmale: So ist unser Haus immer nur innerhalb der eigenen Region gewachsen, die die Verantwortlichen gut kennen. Zudem sind wir eine Unternehmensgruppe, die auf ihre Tochtergesellschaften mit ausgewiesenen Spezialisten zurückgreifen kann. Oder im Fall von Kunden mit dem Anspruch eines professionellen Vermögensmanagements können wir diese an die Braunschweiger Privatbank überleiten, die vom Geschäftsbetrieb der Volksbank Brawo bewusst abgekoppelt ist. Ein anderes Beispiel ist das Engagement für die Region: Zukunftsgerichtet helfen heißt, nicht nur mit Geld, sondern mehr noch mit Wissen zu helfen. Dafür haben wir das Engagement-Zentrum gegründet, dessen Fachleute als Berater für gemeinnützige Organisationen zur Verfügung stehen. Dazu gehört auch die Crowdfunding-Plattform, auf der diese Organisationen selbst Fördergelder einwerben können.

Was sind Ihre Ziele bei der Brawo?
Ich bin in einem Unternehmen tätig, mit dessen Leistungsspektrum ich mich identifiziere. Mir ist es ein Bedürfnis, mit vielen Personen und Verbänden zu sprechen, um deren Anliegen zu erfahren. Mein Ziel besteht darin, die Brawo mit ihrem gesamten Leistungsspektrum in der Region Peine noch bekannter zu machen und die Menschen, Firmen, Kommunen und sonstigen Institutionen von ihr so zu überzeugen, wie ich überzeugt bin.

Was macht das Geldgeschäft so interessant?
Geld ist generell nur Mittel zum Zweck. Aber Menschen darin zu unterstützen, mit ihrem Geld besser zu wirtschaften, für das Alter vorzusorgen, ihre Firma finanziell auf eine gute Basis zu stellen oder ihren Immobilienkauf zu begleiten, das macht unseren Beruf interessant. Es geht also darum, Menschen dabei zu helfen, ihre Wünsche zu realisieren.

Was sind die Vorteile der Fusion für die Kunden?
Wir können unseren Kunden deutlich mehr anbieten als vorher, zum Beispiel für Unternehmen nicht nur Fremdkapital, sondern auch Eigenkapital durch unsere Beteiligungsgesellschaft. Weitere Bereiche sind beispielsweise die Erschließung von Baugebieten sowie die Projektierung von Gewerbe-Objekten. Außerdem widmen wir einen Teil unseres wirtschaftlichen Erfolgs unserer selbst definierten sozialen Verpflichtung. Wir machen uns mit der Volksbank-Brawo-Stiftung und dem Kindernetzwerk United-Kids-Foundations vor allem für die Kinder und Jugendlichen in unserer Region stark.

Welche Einschränkungen wird es geben?
Für mich sind derzeit keine absehbar. Die Änderung der IBAN haben einige Kunden als Nachteil empfunden. Das verstehe ich, aber ich glaube, dass die Gewöhnung an die neuen IBAN mittlerweile recht fortgeschritten ist.

Wie werden Sie konkret mit Ralf Schierenböken vom Vorstand zusammenarbeiten, der jetzt seinen Sitz in Braunschweig hat?
Genauso schnell und unkompliziert, wie es jetzt bereits mit unserem Vorstandsvorsitzenden Herrn Brinkmann der Fall ist. Moderne Technik macht es möglich. Und aufgrund ausstehender Umbauarbeiten in Braunschweig ist Herr Schierenböken im Moment noch oft in Peine.

Wie wird die Zusammenarbeit mit Dominikus Penners und Rainer Pannke von der Sparkasse ablaufen?
Im Tagesgeschäft gibt es kaum Berührungspunkte. Wir befinden uns im Wettbewerb um den Kunden. Unabhängig davon wird es in regionalen Beiräten oder Ausschüssen ein Zusammenwirken mit der Sparkasse geben. Ich gehe davon aus, dass das sehr konstruktiv verläuft.

Was haben Sie von Gerhard Brunke (Volksbank) und Jürgen Hösel (Sparkasse) gelernt?
Da ich mit Herrn Brunke nie direkt zusammen gearbeitet habe, ist mein Verhältnis zu ihm in erster Linie von Dankbarkeit geprägt - nämlich insofern, als er mir gemeinsam mit Herrn Schierenböken eine gut aufgestellte Direktion hinterlassen hat. Dies hat mir den Einstieg sehr erleichtert. Was Herrn Hösel anbelangt, würde ich es als unangemessen empfinden, wenn ich über den früheren Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse sprechen würde. Nur so viel: Wenn wir uns begegnen, geschieht dies mit unveränderter Herzlichkeit.

Wird die Niedrigzinsphase weiter anhalten?
Das steht zu befürchten. Kurzfristig erkenne ich bei der aktuellen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank kein Anzeichen für eine nennenswerte Zinssteigerung.

Wie sollte man aktuell sein Geld anlegen?
Der Notgroschen muss trotz Niedrigzinsen immer verfügbar sein. Alles, was darüber hinausgeht, sollte breit gestreut sein. Die Aufteilung hängt von der Risikobereitschaft des einzelnen Anlegers ab. Ich empfehle immer eine umfassende Beratung durch seinen Bankberater, damit die Anlage persönlich passt.

Sie sind auch Privatmensch. Was sind Ihre Hobbys?
Wie Sie, Herr Kröger, bei den vergangenen Martini-Essen selber festgestellt haben, schreibe ich gerne satirische Vorträge in Versform. Zudem mag ich Musik, genieße das Peiner Freischießen und bin fußballbegeistert. Dabei kann ich mich aus der Rivalität zwischen den Anhängern der nahe gelegenen großen Vereine fein heraushalten, da ich aufgrund meiner rheinischen Wurzeln dem 1. FC Köln zugetan bin.

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