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Hohe Haftstrafe für Flüchtling gefordert

Gericht: Messerstecherei in Peine Hohe Haftstrafe für Flüchtling gefordert

Plädoyers: Eine hohe Haftstrafe hat am Dienstag der Staatsanwalt beim vierten Verhandlungstag im Prozess gegen einen jungen Sudanesen (25) gefordert, der einen Mitbewohner (29) im Juli auf dem Gelände der Peiner Flüchtlingsunterkunft an der Woltorfer Straße mit einem Küchenmesser niedergestochen und schwer verletzt haben soll. Der Staatsanwalt will, dass der Flüchtling für die Messerstecherei für sechs Jahre und sechs Monate ins Gefängnis geht.

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Zwischen diesen beiden Gebäuden der Peiner Flüchtlingsunterkunft an der Woltorfer Straße soll im Juli die Messerstecherei stattgefunden haben.

Quelle: Antje Ehlers

Peine. Dagegen bat der Verteidiger darum, dass die Haft unter sechs Jahren bleiben soll.

Erstmals konnte gestern eine Zeugin vernommen werden, die zu den letzten zwei Vorladungsterminen nicht erschienen war und in Folge dessen gestern polizeilich vorgeführt werden musste. Doch auch sie konnte nicht zur endgültigen Aufklärung dessen, was sich am Tattag zugetragen haben soll, beitragen. Ihre Angaben wichen leicht von denen ihrer damaligen Freundin ab, mit der sie gemeinsam die Tat beobachtet hatte. Insgesamt gab es bei den Zeugenaussagen eine ähnliche Richtung bei der Beschreibung, wie sich die Messerstecherei zugetragen haben könnte - genaue Übereinstimmungen gab es jedoch nicht.

Gestern erhielt der psychiatrische Gutachter ebenfalls die Gelegenheit, seine Einschätzung zum Beschuldigten und der Tat kundzutun. Seiner Meinung nach lag trotz des festgestellten Alkoholwertes kein Rauschzustand vor. Auch gesundheitliche Einschränkungen, die zu einer Beeinflussung des Tatverhaltens geführt haben könnten, ebenso wie Drogen-Missbrauch würden nicht vorliegen.

Nach dem Abschluss der Beweisaufnahme erhielten Staatsanwalt und Verteidiger die Möglichkeit, in ihren Plädoyers Stellung zu nehmen. „Ein Geständnis kann oft die effektivste Art der Verteidigung sein“, sagte der Staatsanwalt zum Angeklagten, stattdessen habe er von ihm vier unterschiedliche Versionen gehört, die allesamt dem Opfer mindestens eine Mitschuld an der Tat gaben. Der Verteidiger konnte dem nicht viel hinzu fügen. Vielmehr appellierte er daran, dem Angeklagten dessen „blödes Verteidigungsverhalten nicht zur Last zu legen“. Das Urteil wird am Dienstag erwartet.

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