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„Hochzeit von Peine und Ilsede“

„Hochzeit von Peine und Ilsede“

Mit einem Paukenschlag hat der Kreis- und Stadtpolitiker Karl-Heinrich Belte (Peiner Bürger) eine heiße Debatte entfacht: Er fordert eine Fusion zwischen der Stadt Peine und der Gemeinde Ilsede, um Geld zu sparen und für die Zukunft gerüstet zu sein.

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Peine-Ilsede . Der Schuldenberg wächst und wächst und wächst. Die finanzielle Lage des Landkreises Peine und der meisten Gemeinden ist miserabel - sogar die bisher wohlhabende Stadt Peine kratzt an der Schuldengrenze.

Deswegen fordert Belte ein „radikales Umdenken“ und schlägt vor, dass man nach der gescheiterten Fusion zwischen Ilsede und Lahstedt vor einigen Jahren jetzt ein Zusammengehen, „eine Hochzeit“ zwischen der Stadt Peine und Ilsede ins Auge fassen sollte. „Direkt nach der Kommunalwahl 2011 könnte man das in Angriff nehmen.“ Die beiden Bürgermeister stehen diesem Vorschlag offen gegenüber.

Belte erklärt: „Die finanziellen Probleme nehmen dramatisch zu, und deswegen sollten sich Peiner und Ilseder so schnell wie möglich an einen Tisch setzen, um über eine verstärkte Zusammenarbeit nachzudenken. Davon würden beide Seiten profitieren, denn die Förderung durch Land und Bund wird weiter sinken.“ Der Politiker plädiert dabei für keinen Auflösung, sondern für eine intensiven Austausch, um Geld einsparen zu können.

Man könne Aufgaben zusammenlegen und zentralisieren, „die bisher parallel in Peine und Ilsede angeboten werden“. So könne man beispielsweise Personalkosten reduzieren, den Fahrzeugpark zusammenlegen und gemeinsam EDV sowie Computer nutzen. Belte gibt ein Beispiel: „Denkbar ist doch, dass es weiter ein Bürgerbüro in Ilsede gibt, die Daten aber in Peine zusammenlaufen und bearbeitet werden. Der Bürger merkt davon nichts, denn er behält so weiterhin einen schnellen Service vor Ort.“
Diese Fusion habe auch den charmanten Vorteil, dass es eine sogenannte „Hochzeitsprämie“ des Landes gebe. Laut Innenministerium erhalten Kommunen, die sich zusammenschließen, ab 2010 bis zu 75 Prozent der Kassenkredite abgenommen.

Belte schließt: „Auf diese Weise könnte Ilsede seine großen finanziellen Probleme in den Griff bekommen, und Peine hätte mit den dann fast 62 000 Einwohnern ein größeres Machtpotenzial innerhalb des Kreises. So gewinnen beide.“

Thomas Kröger

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