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Hochadlige Autorenlesungen bei Gillmeister: Erinnerungen an Herzogin Viktoria Luise

Peine Hochadlige Autorenlesungen bei Gillmeister: Erinnerungen an Herzogin Viktoria Luise

Herzogin und Prinzessin Viktoria Luise bewegt noch 33 Jahre nach ihrem Tod die Gemüter. So hat im Mai der Essinghäuser Ortsheimatpfleger Hans-Jürgen Fricke ihren 100. Hochzeitstag mit Ernst August III. von Hannover als Anlass genommen, auf den Besuch der einzigen Tochter von Kaiser Wilhelm II. in der kleinen Ortschaft Essinghausen hinzuweisen (PAZ berichtete).

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Gisela Gillmeister erinnert sich an Herzogin Viktoria Luise.

Quelle: hui

Auch der Peiner Buchhändler Hubertus Gillmeister erinnert sich an Begegnungen mit Viktoria Luise, als er selber noch ein Kind war.

Seiner Mutter, der 93-jährigen Gisela Gillmeister, haben sich diese Treffen tief ins Gedächtnis eingeprägt. Denn auch die Buchhändler-Familie hatte die Ehre, die Preußen-Prinzessin zweimal als Gast begrüßen zu dürfen - und zwar branchengerecht in ihrer Rolle als leidenschaftliche Autorin. „Ein Leben als Tochter des Kaisers“ hieß der Memoiren-Band, den Viktoria Luise kurz vor Weihnachten 1965 in der Buchhandlung vorstellte.

„Sie sah sehr elegant aus in ihrem hellgrauen Kleid und mit der flotten Fellkappe“, erinnert sich Gisela Gillmeister an den hohen Besuch.

Zusammen mit ihrem Mann hatte die 93-Jährige in ihrer Buchhandlung über die Jahre hinweg eine Kultur der Lesungen, Autorentreffs und des Austauschs geschaffen. Diese offenen und interessanten Begegnungen hatten sich schließlich über die eingeladenen Autoren bis in die Verlage herumgesprochen. „Die Verlage waren die Dreh- und Angelpunkte, wenn man berühmte Autoren hierher bekommen wollte“, weiß Gisela Gillmeister. Sohn Hubertus, der das Unternehmen im Geist dieser Lese- und Dialogkultur weiterführt, bestätigt, dass dies auch heute noch so sei.

So hatte ihr Verlag der Prinzessin die Buchvorstellung in Peine ans Herz gelegt. Die freundliche und fürsorgliche Gastgeberfamilie Gillmeister wohnte damals direkt über der Buchhandlung. Sie bewirtete dort ihre Autoren und ließ sie dort sogar übernachten. Den Gillmeisters mag es zu danken sein, dass Prinzessin Viktoria Luise ziemlich genau drei Jahre später erneut Peine besuchte. Im Gepäck hatte sie ihren Fotoband „Bilder der Kaiserzeit“. Den habe sie einem höchst interessierten Peiner Publikum vorgestellt. „Der Laden war voll, die Schlange reichte bis hinaus auf die Straße“, erinnert sich Hubertus Gillmeister, der damals 16 Jahre alt war. „Wir haben vor der Buchvorstellung zusammen Kaffee getrunken und hinterher gab es Tee und Canapés“, erinnert sich seine Mutter.

Gisela Gillmeister ist noch heute beeindruckt von der Offenheit, Freundlichkeit und von der Anteilnahme der Prinzessin. „Sie hat sich sehr viel Zeit für die Gespräche mit den Besuchern genommen“, sagt sie. Allerdings sei Viktoria Luise nicht über Nacht geblieben, sondern habe sich von ihrem Fahrer am Abend noch nach Hause chauffieren lassen.

„Ich bin jedenfalls sehr froh über den Besuch der Prinzessin in unserem Hause“, sagt die rüstige Seniorin strahlend.

hui

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