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Hobby-Serie: Faszination Gleitschirmfliegen

Peine Hobby-Serie: Faszination Gleitschirmfliegen

Peine. Wenn Dieter Glanz voller Stolz seine dicken Fotoalben aufschlägt, bleibt einem sprichwörtlich die Luft im Hals stecken. Schuld daran sind nicht ddie winzigen, roten Konfettipunkte am Himmel, auf die der 64-Jährige tippt und mit einem Blitzen im Auge sagt: „Schauen Sie mal, das bin ich im Gleitschirm!“

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Sitzt im roten Gleitschirm: Der 64-jährige Peiner Dieter Glanz in luftiger Höhe.

Quelle: oh

Am liebsten reist der geprüfte Luftsportgeräteführer in seiner Freizeit in unterschiedliche Fluggebiete im In- und Ausland, um in aller Ruhe durch die Luft zu gleiten. „Vor 20 Jahren konnte ich mir aber gar nicht vorstellen, dass mir das jemals Spaß machen wird“, erinnert sich der 64-Jährige: „Damals war ich noch mit meinem Drachen unterwegs - und der ist im Schnitt drei Mal schneller unterwegs als ein Gleitschirm.“

Inzwischen ist ihm der Transport des flotten Drachens aber zu anstrengend geworden, weshalb er nun komplett auf den Gleitschirm umgestiegen ist. Das liege unter anderem am leichten Gewicht des Sportgeräts und am flotten Aufbau. Der Schirm wird nämlich schnell aus dem Sack gezogen, die Schnüre gründlichst auf Knoten überprüft und anschließend das Gurtzeug sauber angelegt. „Dann kann es auch schon losgehen“, sagt der Peiner voller Vorfreude.

Meistens fährt der 64-Jährige zum Fliegen nach Goslar zum Rammelsberg. Auf der Homepage des Harzer Drachen und Gleitschirm-Verein Goslar finden sich sogar die Daten einer dort eingerichteten Wetterstation mit integrierter Webcam, auf der sich der 64-Jährige regelmäßig erkundigt, wann das Wetter zum Fliegen bestens geeignet ist. „Am Rammelsberg ist Nord-West-Wind perfekt. Dann können wir meistens lange in der Luft bleiben“, schildert der Luftsportler. Die Erklärung dafür liegt in der Thermik, also einer Form von Aufwind.

Bei leichtem bis mäßigem Wind, fließt die „Thermikblase“ einen Hang entlang bis zu einer Abrisskante. Letzteres kann ein Knick im Gelände sein oder eine Änderung der Bodenbeschaffenheit. Dort trennt sich das Warmluftpaket vom Boden und steigt wie eine große Seifenblase auf. „Und das nutzen wir, um lange in der Luft zu bleiben“, erklärt der Peiner. Wie lange er aber letztlich fliegt, hängt dann davon ab, wie viele Thermikblasen er erwischt, „meistens bin ich zwischen zwei und drei Stunden unterwegs.“

In der Nähe von Peine gibt es leider keinen Startplatz für Gleitschirmflieger, weshalb der 64-Jährige am liebsten in die Berge ziehen will. „Für meine Frau bleibe ich aber hier“, betont er und fügt voller Tatendrang hinzu: „Wenn mein Kumpel allerdings auch bald in den Ruhestand geht, werden wir vielleicht Mal eine etwas längere Tour mit dem Wohnwagen unternehmen - wer weiß wo es dann für uns hingeht?“

Übrigens: So ganz frei von Schwindel ist der 64-Jährige aber nicht. „Als letztens der Schornsteinfeger bei uns war, und ich mich auf den Rand unseres Daches gestellt habe, wurde mir doch schon ziemlich mulmig zu Mute. Drachenfliegen ist einfach sicherer!“

mgb

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