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Hintergründe zur Stromtrasse Südlink

Kreis Peine Hintergründe zur Stromtrasse Südlink

Kreis Peine. Durch die Gemarkung Stadt Peine und der Gemeinden Edemissen, Hohenhameln und Ilsede könnte die Höchstspannungs-Trasse Südlink verlaufen, die nun entgegen erster Planungen vollständig unterirdisch per Erdkabel verlegt werden soll.

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Während der Bauarbeiten wird es entlang der entstehenden Stromtrasse etwa so aussehen wie auf dem Foto.

Quelle: tennet

Die PAZ hat sich von Tennet-Geschäftsführer Alexander Hartman weitere Hintergründe erklären lassen. „Wenn man die Kabel unter der Erde verlegt, müssen kompett andere Parameter beachtet werden. Insgesamt 50 Auswahlkriterien haben wir berücksichtigt und sind so zu den möglichen Strecken gekommen, die wir in der vergangenen Woche der Öffentlichkeit vorgestellt haben und die erheblich von der ersten Planung abweichen“, so Hartman.

Ausgeschlossen sind zum Beispiel Stadt- und Naturschutzgebiete oder Truppenübungsplätze. Natürlich wird nach einer Trassenführung gesucht, die mit möglichst geringem Aufwand realisiert werden kann. Da die Kabel in 1,80 Metern Tiefe verlegt werden und für die Bauarbeiten eine Trassenbreite von 40 bis 50 Metern (die Endbreite beträgt 15 bis 25 Meter) nötig ist, ist nicht jeder Untergrund geeignet. Nach Möglichkeit wird bereits vorhandene Infrastruktur genutzt, beispielsweise wenn schon Gasleitungen in der Erde liegen. Da die Leitungen jederzeit zugänglich sein müssen, darf die Trasse aber nicht überbaut sein.

„Während der Bauzeit ist das entsprechende Land nicht nutzbar. Ernte-Einbußen oder andere Ausfälle werden aber finanziell ausgeglichen, auch für mögliche Schäden wird selbstverständlich gehaftet“, sagt Hartman.

Kosten für die gesamte Trasse werden in Höhe von rund zehn Milliarden Euro eingeplant, das sind etwa sieben Milliarden Euro mehr als für eine Freileitung. „Wenn man von einer Nutzungsdauer von 40 Jahren ausgeht, scheint das aus unserer Sicht eine sinnvolle Investition“, so Hartmann. Der Bau der Trasse Südlink sei ein Riesenprojekt. „Die Technologie gibt es bereits, die wurde bislang aber noch nicht in dieser Größenordnung umgesetzt“, erklärt der Geschäftsführer. Man stehe vor großen Vorausforderungen, die aber lösbar seien.

Mit der Genehmigung rechne man 2020/21, Baubeginn könnte dann Mitte der 2020er Jahre sein. „Voraussichtlich werden dann zeitgleich an verschiedenen Orten Baustellen eingerichtet“, blickt Hartman voraus.

  • Um die betroffenen Bürger zu informieren, wird es voraussichtlich im November eine Info-Veranstaltung in Peine geben. Weitere Infos auf www.tennet.eu unter dem Reiter „Unser Netz“, „Onshore-Projekte Deutschland“ und „SuedLink“. Dort gibt es eine Online-Beteiligung.
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