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Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule soll zur „Grundschule in der Südstadt“ werden

Peine Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule soll zur „Grundschule in der Südstadt“ werden

Jetzt ist es raus: Die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule (HWK) in Peine soll wegen der Nazi-Verstrickungen des ersten niedersächsischen Ministerpräsidenten umbenannt werden und in Kürze den Namen „Grundschule in der Südstadt“ tragen.

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Wird bald umbenannt: Die jetzige Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule soll zukünftig „Grundschule in der Südstadt“ heißen.

Quelle: A

Bürgermeister Michael Kessler (SPD) sagte auf PAZ-Anfrage: „Der Schulvorstand der HWK-Schule hat einstimmig beschlossen, die Schule umzubenennen und wünscht den neuen Namen ,Grundschule in der Südstadt‘, was der Stadt vor wenigen Tagen mitgeteilt wurde.“ Kessler habe die Politik über diesen Beschluss informiert und darum gebeten, diesen Vorschlag bis zur nächsten Ratssitzung zu beraten. „Der Namen einer Schule ist einvernehmlich zwischen Schule und Rat zu treffen“, so der Bürgermeister.

Das ist auch der HWK-Schulleiterin Martina Grete-Wulfes wichtig. Sie sagte: „Unser Schulvorstand hat gemeinsam entschieden, dass wir nicht weiter Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule heißen wollen, da der Name untragbar geworden ist. Jetzt hoffe ich, dass der Peiner Rat diesem Vorschlag bei seiner Sitzung im Mai zustimmt und wir schnell den Namen ,Grundschule in der Südstadt‘ führen können. Der Rat entscheidet natürlich unabhängig.“

Grund für die Umbenennung ist das vernichtende Urteil, das die Historische Kommission - das höchste geschichtswissenschaftliche Beratergremium in Niedersachsen - über den ersten Ministerpräsidenten Hinrich ­Wilhelm Kopf (SPD) wegen seiner Nazi-Verstrickungen (PAZ berichtete) gefällt hat.

Die Debatte über Kopf (1893 bis 1961) war im letzten Jahr aufgeflammt, als die Göttinger Politologin Teresa Nentwig eine neue Biografie über den ersten Ministerpräsidenten Niedersachsens vorgelegt hatte. Darin war noch einmal deutlich geworden, dass Kopf in der NS-Zeit als Miteigentümer einer Berliner Firma, die jüdisches Eigentum verkaufte, kräftig verdient hatte. Es gibt Hinweise, dass er zuvor einen jüdischen Geschäftspartner aus dem Unternehmen verdrängt hatte. Übrigens: Die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße in der Südstadt soll bleiben.

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