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Hilfe in der ambulanten Suchttherapie

Kreis Peine Hilfe in der ambulanten Suchttherapie

Einmal in der Woche treffen sich Suchtkranke im Haus der Diakonie zur ambulanten Therapie. Ein Weg aus der Sucht, bei dem die Patienten in ihrem privaten Umfeld bleiben können, aber trotzdem professionelle Hilfe bekommen. Die PAZ war bei einer Sitzung dabei.

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Ambulante Suchttherapie: Hans-Georg Baumann bietet Einzel- und Gruppengespräche an.

Quelle: pif

Kreis Peine. Die meisten Patienten in der Gruppe von Sozialtherapeut Hans-Georg Baumann sind Alkoholkrank. Einer ist spielautomatensüchtig. „Für mich war der Wendepunkt gekommen, als ich einen sehr bewegenden Brief von meiner minderjährigen Tochter fand“, erzählt ein 51-Jähriger. Der Peiner ist wach geworden und stellte sich seiner Sucht. Nach der Entgiftung in einer Klinik ist er bei der ambulanten Therapie dabei.

Obwohl die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist, genießt der 51-Jährige heute wieder das Familienleben. „Das ist für mich ganz wichtig“, sagt er. Zudem gebe es ein gutes Gefühl, ohne Fahne ins Büro zu gehen oder nüchtern Auto zu fahren - ohne Angst in eine Verkehrskontrolle zu geraten.

Ein 52-Jähriger erzählt, er habe lange die Augen vor der Sucht verschlossen. „Meine Kumpel saufen doch auch“, sagt er. Heute hat er das Selbstbewusstsein zu erkennen, dass er eben immer ein bisschen zu viel getrunken hat. In der Therapie wird offen - aber nach außen diskret - über die Sucht und die Probleme damit gesprochen. „Ich gehe hier jedes Mal mit einem guten Gefühl heraus“, sagt ein 48-Jähriger und ergänzt: „In der Gruppe werden wir gerüstet und lernen, uns nicht zu verstecken - auch wenn wir uns mal ‘ne Schürfwunde holen.“ Damit meint er einen Rückfall.

Wichtig ist allen Patienten, dass sie trotz Therapie in ihrem Alltag bleiben können. Eine stationäre Therapie dauert drei Monate, da werden die Betroffenen aus ihrem Umfeld und ihrem manchmal stabilisierenden Beruf gerissen. Baumann sagt: „Trotzdem ist die ambulante Therapie nicht für alle Patienten als Einstieg geeignet.“

pif

 

Die ambulante Suchttherapie

Damit Suchtkranke an einer ambulante Therapie teilnehmen können, müssen sie viele Voraussetzungen erfüllen. „Dazu gehören ein stabiles soziales Umfeld wie Familie oder Arbeit“, sagt Hans-Georg Baumann, Diplom Sozialpädagoge und Sozialtherapeut vom Lukas-Werk.

Zudem müssen die Patienten die Fähigkeit haben, in selbstbestimmt handhabbarer Abstinenz zu leben. Die Vorteile sind klar: Patienten können in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, bekommen in der ambulanten Therapie Impulse, die sie im Alltag ausprobieren können. Die Therapie dauert ein Jahr.

Zurzeit gibt es beim Lukas-Werk in Peine drei Gruppen mit 35 bis 40 Patienten. Die Hälfte von ihnen wird trotz Therapie rückfällig. „Die meisten davon kommen aber schnell wieder in Therapie“, sagt Baumann.

pif

  • Kontakt zum Haus der Diakonie, dem das Lukas-Werk angegliedert ist, gibt es unter Telefon 05171/ 50810.
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