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Hilfe für 911 weitere Flüchtlinge benötigt

Kreis Peine Hilfe für 911 weitere Flüchtlinge benötigt

Kreis Peine. Immer mehr Menschen flüchten aus Angst vor Krieg und Terror aus ihren Heimatländern, immer mehr Menschen strömen hilfesuchend nach Deutschland – auch nach Peine. Doch wo sollen die Menschen wohnen?

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Große Herausforderung für Kommunen: Über 900 weitere Flüchtlinge werden bis Januar im Kreis Peine erwartet. Benötigt werden Unterkünfte und Dinge des täglichen Bedarfs.

Quelle: A

Private Wohnungseigentümer im Kreis Peine sind weiter aufgefordert, freien Wohnraum bei ihren Gemeinden zu melden. Auch Sachspenden werden weiter benötigt. Die PAZ sagt, wo sich hilfsbereite Peiner melden können.

„Wir sind bereit, unserer humanitären Verpflichtung nachzukommen“, sagt Henrik Kühn, Sprecher des Landkreises Peine. „Allerdings benötigen wir dafür Unterstützung, um die notwendigen Voraussetzungen schaffen zu können.“ Insgesamt 911 weitere Flüchtlinge werden bis Januar in Peine erwartet. „Unsere kommunale Infrastruktur ist in besonderer Weise gefordert“, so Kühn. „Vor allem hinsichtlich der Unterbringung ergeben sich Fragen. Wohnungseigentümer bitten wir weiter, etwaigen freien Wohnraum zu melden.“

Dort passiert bereits viel: Die Hilfsbereitschaft der Peiner Bürger ist groß, sie wollen spenden, helfen und eigene Ideen in den Gemeinden einbringen. Doch wo sollen sie sich melden? Um insbesondere die Sachspenden besser koordinieren zu können, haben viele Gemeinden auf ihrer Internetseite sogenannte „Wunschlisten“ veröffentlicht. Dort können hilfsbereite Bürger einsehen, was derzeit benötigt wird. Ob Regenschirme, Schulmaterialien oder ein Staubsauger – all diese Dinge des täglichen Bedarfs werden benötigt und sind dort aufgelistet.

Wer helfen möchte, sollte vorab klären, ob und wie Unterstützung benötigt wird. Das sind die Ansprechpartner in den einzelnen Gemeinden:
Edemissen: Yildiz Deniz, Telefon 05176/18812
Hohenhamen: Achim Meyer, Telefon 05128/40144
Ilsede: Jens Brandes, Telefon 05172/411422
Lengede: Jenifer Stank, Telefon 05344/9692133
Wendeburg: Monika Giesen, Telefon 05303/911114
Vechelde: Anna Aden, Telefon 05302/802235

ju

Kosten eine Herausforderung

Derzeit leben 824 Asylbewerber in Peiner Land, weitere 911 Flüchtlinge werden bis Januar erwartet. „Das ist eine große Herausforderung“, sagt Kreis-Sozialdezernent Dr. Detlef Buhmann.

Nach Angaben des Landkreises entstehen ihm jährlich mindestens 10.000 Euro Kosten pro Asylbewerber, das Land zahlt pro Flüchtling aber nur eine Pauschale von 6195 Euro. Deshalb stellen Bund und Land als Soforthilfe Millionenbeträge zur Verfügung.

 ju

Stadt plant Bau einer weiteren Flüchtlingsunterkunft

Peine. Während in den Gemeinden händeringend nach Wohnraum für die Flüchtlinge gesucht wird, setzt die Stadt Peine weiter auf eigene Ressourcen. Jetzt ist sogar ein Neubau geplant – in unmittelbarer Nähe zur Unterkunft am Lehmkuhlenweg.

„Die Verwaltung hat durch den Nachtragshaushalt die Haushaltsmittel für den Bau von Wohnungen am Lehmkuhlenweg in unmittelbarer Nähe der im Betrieb befindlichen Einrichtungen bekommen“, bestätigt Stadt-Sprecherin Anna Pietschmann. „Für dieses Projekt laufen die Planungen.“ Da aber schon während der Bauphase weiterer konkreter Bedarf an Unterkunftsmöglichkeiten bestehe, würden derzeit Alternativen abschließend geplant und nach Zustimmung der politischen Gremien kurzfristig umgesetzt werden.

Wohnraum privater Eigentümer anzumieten, ist für die Stadt Peine weiter keine Option. „Die Verwaltung geht davon aus, dass nach Zustimmung der politischen Gremien für die derzeit bis Januar angekündigte Anzahl von Flüchtlingen die städtischen Kapazitäten unter Einbeziehung von Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ausreichen“, sagt Pietschmann. „Die Verwaltung wird sich zu Wort melden, wenn für konkrete Familienverbände aus eigenem Bestand keine Wohnungen verfügbar gemacht werden können.“

Derzeit befindet sich die Stadt in den abschließenden Planung zur Nutzung der vorgesehenen Objekte. Es gilt sanitäre Einrichtungen und Küchen einzurichten, Betten, Spinde und weitere Möbel werden beschafft.

Da auch viele Menschen aus der Stadt Peine helfen wollen, arbeitet die Verwaltung momentan daran, eine „Wunschliste“ mit den benötigten Dingen zu erstellen. „Das wird eine zentrale Liste, in der der Bedarf aller im Stadtgebiet wirkenden Gruppen, Verbände und Organisationen zusammengefasst wird“, erklärt Pietschmann. „Wir befinden uns noch in der Abstimmung. Aber sie wird in Kürze fertiggestellt und danach auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht.“ Bis es soweit ist, gibt es noch keinen konkreten Ansprechpartner.

ju

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