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Heute vor zehn Jahren wurde die Stahlwerkbrücke für Verkehr freigegeben

Peine Heute vor zehn Jahren wurde die Stahlwerkbrücke für Verkehr freigegeben

Peine. Sie gilt als Jahrhundertbauwerk - am heutigen 19. September jährt sich die offizielle Freigabe der Peiner Stahlwerkbrücke für den Verkehr zum zehnten Mal.

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Wegbereiter: Der frühere Peiner Bürgermeister Ulrich Biel auf der Brücke. Im Hintergrund ist das Stahlwerk zu sehen.

Quelle: jti

Der Brückenschlag hat vielfältige Verbindungen geschaffen: Das Bauwerk verbindet die Ostrandstraße und die Bundesstraße 65 in der Südstadt sowie die Gewerbegebiete im Osten und im Norden. Es verbindet Beton und Peiner Stahl und es steht für die Verbindung und fruchtbare Zusammenarbeit von Stadt Peine, Land Niedersachsen und der Salzgitter AG. Dennoch: „Der Weg bis zur Verwirklichung dieses Wunschprojektes war lang und nicht leicht“, erinnert sich der frühere Peiner Bürgermeister Ulrich Biel (SPD), der maßgeblich zum Erfolg beitrug. Beim Spargelessen im Hotel Schönau brachten Biel, die damalige Verkehrs- und Wirtschaftsministerin Dr. Susanne Knorre und die Staatssekretärin Dr. Birgit Grote das Projekt auf den Weg. Die Landesregierung und der Rat der Stadt Peine haben das Vorhaben unterstützt und die nötigen Beschlüsse gefasst.

Mit dem Lückenschluss über Bahn-und Stahlwerksgelände wurde die Peiner Ostumgehung komplettiert. Dies sei auch das Versprechen an die Anwohner der Celler Straße gewesen, deren Ausbau nur eine Übergangslösung sein sollte, erzählt Biel. Die Stahlwerkbrücke war der letzte Baustein für ein durchgängiges Umgehungsstraßensystem, das die Lebensqualität der Anlieger an den Peiner Hauptverkehrsstraßen erhöht und gleichzeitig die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt verbessert. Nach Berechnungen der Stadt werden 2015 rund 17 000 Fahrzeuge über das 455 Meter lange Bauwerk rollen.

„Ideengeber für die Stahlwerkbrücke war Gerhard Wilde (SPD). Der Kommunalpolitiker und Architekt regte Bau und Trasse Mitte der 1980er-Jahre im Stadtplanungsausschuss an“, berichtet der heute 65-jährige Biel. 1990 erfolgten ernsthafte Gespräche von Biel und dem damaligen Stadtdirektor Dr. Willy Boß mit den Vertretern des Niedersächsischen Verkehrsministeriums und ab 1996 wurden jährlich Anträge auf Förderung aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt. „Dennoch mussten wir uns bis nach der Expo gedulden, weil alle Mittel nach Hannover flossen“, erläutert Biel. Im Mai 2001 kam die Förderzusage durch das Land Niedersachsen, gut 16 Millionen der mit etwa 30 Millionen Mark veranschlagten Kosten zu übernehmen. „Ein Mann (Biel) und zwei Frauen (Knorre und Grote) haben Wort gehalten.“

Und noch einen Verbündeten nennt Biel: Dr. Günter Geisler, früherer stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Salzgitter AG. „Wenn eine Brücke, dann aus Stahl“, war die Überlegung. Dies sei aber Neuland für die Planer im Ministerium gewesen. Mit Hilfe Geislers wurde ein Studentenwettbewerb an der TU Braunschweig ausgelobt. „Es gab tolle Vorschläge, die in die Planungen einflossen“, sagt Biel. Der 65-Jährige sieht sich heute in seinem beherzten Engagement für die Brücke mehr als bestätigt. Sie ist von den Peinern angenommen worden, dies habe sich schon durch die enorme Anteilnahme der Bevölkerung beim Bau und den Andrang Tausender beim Fest zur Freigabe angedeutet. „Die Stahlwerkbrücke ist aus Peine nicht mehr wegzudenken“, ist Biel überzeugt.

jti

INFO

Brücken-Daten

Am 1. August 2001 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der Stahlwerkbrücke und am 19. September 2003 wurde das Bauwerk offiziell für den Verkehr freigegeben. Die Brücke ist insgesamt 455 Meter lang. Die Länge der Stahlverbundbrücke beträgt 296 Meter und die der Fachwerkbrücke 159 Meter. Die Breite misst 13 bis 14 Meter. Die Bogenhöhe beträgt etwa 8,80 Meter und die maximale Höhe der Fahrbahn über dem Gelände beträgt etwa 10,80 Meter. Der höchste Punkt der Fahrbahn liegt 81,614 Meter über Normal-Null. Die 55 Profilträger der Verbundbrücke wiegen 550 Tonnen und der Flachstahl der Fachwerkbrücke etwa 700 Tonnen. Die Stahlwerkbrücke ist im Zusammenhang mit der Peiner Ostumgehung und dem Ascherslebener Kreisel zu sehen. Die Gesamtkosten hierfür (ohne Autobahnanschluss Peine-Ost) betrugen 17,29 Millionen Euro. Davon flossen 10,81 Millionen Euro als Fördermittel, der Eigenanteil der Stadt Peine lag bei 6,48 Millionen Euro.

Quelle: Hans-Jürgen Tarrey „Die Stahlwerkbrücke bringt Impulse für die Stadtentwicklung“

ZUR PERSON

Ulrich Biel

Ulrich Biel wurde am 1. Oktober 1947 in Peine geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach seiner Lehre zum Bauschlosser und einem Lehrgang zum Industriemeister arbeitete er als Ausbildungsmeister bei den Stahlwerken Peine + Salzgitter AG in Peine (heute Peiner Träger). Seit 1963 ist Biel in der Gewerkschaft und seit 1970 in der SPD. Er war seit 1981 Ratsherr und von 1991 bis 2001 Bürgermeister der Stadt Peine. Von 1982 bis 2008 gehörte der Sozialdemokrat dem Niedersächsischen Landtag an, dessen Vizepräsident er von 2003 bis 2008 war. Auch wenn sich Biel aus der aktiven Politik zurückgezogen hat, pflegt er weiter Kontakte. Er ist Vorsitzender der Parlamentarischen Vereinigung Niedersachsen seit ihrer Gründung im Jahr 2005.

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