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Hertha-Peters-Brücke: CDU möchte Neubau aus Stahl prüfen lassen

Sanierung langfristig zu teuer? Hertha-Peters-Brücke: CDU möchte Neubau aus Stahl prüfen lassen

Peine. Lieber nachhaltig als günstig: Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Peine hat gestern vorgeschlagen, im Fall der maroden Hertha-Peters-Brücke einen Neubau aus Stahl hinreichend als Alternative prüfen zu lassen. Die Stadtverwaltung hat dagegen bislang eine Sanierung empfohlen. Kosten: rund 1,2 Millionen Euro.

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Das Holz an der Hertha-Peters-Brücke wird von Pilzen zerfressen. Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat sich jetzt dafür ausgesprochen, statt der 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung eine neue Brücke aus Stahl zu bauen (v.l.: Jasper Betz, Christoph Plett, Michaela Link, Klaus Wolter und Lars Grobe).

Quelle: Michael Lieb

Peine. Davon ist die CDU jedoch nicht überzeugt. Sie glaubt: Ein Neubau, idealerweise aus heimischem Stahl, ist langfristig günstiger. Hintergrund: Die aus tropischem Bongossi-Holz gebaute Hertha-Peters-Brücke ist gerade einmal 28 Jahre alt – und bereits marode. Das Problem: Pilzbefall. Feuerschwamm und Rindenpilz zerfressen zum Teil tragende Holzteile des Bauwerks von innen nach außen. Dabei war man beim Bau 1988 davon ausgegangen, dass das Hartholz „ewig“ hält.

Nachdem im Dezember vom beauftragten Ingenieurbüro Schüßler-Plan aus Hannover ein Handlungskonzept vorgestellt wurde, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Sanierungskosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro in die Haushalts-Etats für 2017 und 2018 aufzunehmen.

Die CDU Ratsfraktion will nun erreichen, dass die Neubau-Alternative ausreichend geprüft wird. Nach Auffassung der Christdemokraten ist eine Brücke aus Stahl, die laut der Verwaltung eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren habe, eine gute Alternative zu einer Sanierung. Die Wirtschaftlichkeit einer Instandsetzung müsse gegenüber einem Neubau abgewogen werden.

„Es ist nicht davon auszugehen, dass eine Brücke in Stahlbauweise nach 30 Jahren solch eine umfangreiche Instandsetzung nötig hat, wie die jetzige Brücke, so dass die Möglichkeit besteht,  zukünftige Haushalte zu entlasten“, sagte CDU-Fraktions-Chef Christoph Plett. Und weiter: „Dem Stahlstandort Peine würde es gut zu Gesicht stehen, eine Brücke aus Stahl, langlebig und für Fahrrad und Fußgänger ausreichend gestaltet, als Alternative zu prüfen.“

Eine Empfehlung hinsichtlich einer Sanierung der Brücke wurde in der gestrigen Sitzung des Planungausschusses (siehe Artikel unten) letztlich ausgesetzt. Darauf verständigten sich CDU und SPD, beide stellten einen entsprechenden Antrag.

Hertha-Peters-Brücke

Namensgeberin der Brücke ist die frühere Peiner Landrätin Hertha Peters, die dieses Amt von 1964 bis 1972 als erste Frau in Niedersachsen bekleidete.

Die 218 Meter lange Brücke überspannt die Bundesstraße 65 und den Mittellandkanal und verbindet die Südstadt mit dem Klinikum und dem dortigen Neubaugebiet.Eingeweiht wurde das Bauwerk erst vor gut 28 Jahren, am 29. Juni 1988. Für den Bau wurde damals größtenteils tropisches Bongossi-Holz verwendet, das seinerzeit als extrem langlebig galt.

Bereits 2013 trat bei einer Routine-Kontrolle das Schadens-Ausmaß zu Tage. An der Brücke wurde Pilzbefall festgestellt. Nach einem Gutachten (PAZ berichtete) empfahl die Stadt Peine Anfang Dezember eine Sanierung. Kosten: rund 1,2 Millionen Euro. Geplant ist unter anderem, die Bodenplanken gegen Platten aus glasfaserverstärktem Kunststoff auszutauschen und das Holzgeländer durch ein Stahlgeländer zu ersetzen.

mic

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