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Heroinhandel in großem Stil

Peine/Hildesheim Heroinhandel in großem Stil

Peine/Hildesheim. Gemeinschaftlichen und gewerblichen Handel mit Heroin in nicht unerheblichen Mengen wirft die Staatsanwaltschaft Hannover zwei 26 Jahre alten Männern aus Hannover vor.

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Im Landgericht Hildesheim mussten sich am Montag mutmaßliche Heroin-Dealer verantworten

Quelle: hui/A

Insgesamt 20 Straftaten im September und Oktober 2014 im Raum Hannover - Peine werden ihnen zur Last gelegt. Jetzt müssen sie sich vor dem Schöffengericht im Landgericht Hildesheim verantworten.

Das kriminelle Duo verkaufte als Zwischenhändler größere Mengen Heroin an andere Dealer weiter. Die hannoversche Polizei hatte die beiden observiert und schließlich auf frischer Tat ertappt, als einer der beiden Nachschub aus einem Versteck, einem so genannten Erdbunker, in einem Wäldchen in Langenhagen holte. 244 Gramm hochwertiges und 141 Gramm gestrecktes Heroin stellten die Polizeibeamten dort sicher. Seitdem sitzen die Delinquenten in Untersuchungshaft.

Beide haben erhebliche Brüche in ihrem Lebenslauf zu verzeichnen. Beide waren geständig. Der Pflichtverteidiger des Haupttäters, dem 15 der 20 Taten zur Last gelegt werden, verlas folgende Erklärung: Dass seine Mutter starb, als er elf Jahre alt war, hat den kurdischstämmigen Angeklagten psychisch komplett aus dem Gleichgewicht gebracht, so dass er noch in der Türkei auffällig und drogenabhängig wurde und vom Gymnasium flog. Seine Versuche, sich im Heimatland, in Italien und in Deutschland eine Existenz aufzubauen, scheiterten. Bei der verzweifelten Suche nach Arbeit geriet er in Hannover an einen Landsmann, der ihm einen Beutel mit 500 Gramm Heroin von hoher Qualität, dazu Streckungsmittel auf Kommission übergab. In Einheiten von 13 und 26 Gramm habe er das Rauschgift weiterverkauft, wobei in fünf Fällen der zweite Angeklagte als Bote fungierte.

Der war schon ein paar Jahre früher aus der Türkei nach Deutschland gekommen und traf dort auf seinen Mitangeklagten. Dass es sich bei seinen Transaktionen an Parkbänken und gelegentlich auch auf dem Peiner Bahnhofsklo um Heroin gehandelt habe, hätte er erst aus der Anklageschrift erfahren, ließ er seinen Verteidiger berichten.

Sechs weitere Sitzungstermine sind anberaumt. Die Verhandlung am Landgericht Hildesheim wird fortgesetzt am Mittwoch, 11. März, um 9.30 Uhr in Saal 149.

hui

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