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Heroin-Deal: 45-jähriger Mann verurteilt

Peine Heroin-Deal: 45-jähriger Mann verurteilt

Peine/Braunschweig. Am Mittwoch musste sich ein 45-jähriger gebürtiger Salzgitteraner vor dem Landgericht in Braunschweig verantworten. Ihm wurde der unerlaubte Handel mit Betäubungsmitteln und Besitz in nicht geringer Menge vorgeworfen.

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Wegen des Handels mit Heroin am Peiner Bahnhof wurde ein 45-jähriger Salzgitteraner jetzt verurteilt.

Quelle: A

Die Übergabe der Droge Heroin von seinem Dealer fand im Oktober letzten Jahres in der Herrentoilette am Peiner Bahnhof statt. Kurz nach der Übergabe wurde der Angeklagte, der zu diesem Zeitpunkt bereits durch Ermittler verdeckt beobachtet wurde, in Braunschweig, noch im Taxi sitzend, festgenommen und saß seitdem in Untersuchungshaft.

Vor Gericht war der 45-Jährige in vollem Umfang geständig, dennoch wurde in die Beweisaufnahme hineingegangen.

In deren Verlauf wurden die Drogendealer aus Hannover und die Lebensgefährtin des Angeklagten als Zeugen gehört. Da sie aber selbst in diesen Fall verwickelt sind und in gesonderten Verfahren noch auf eine Verurteilung warten, konnten sie von dem Recht zu Schweigen Gebrauch machen. Einzig der Taxifahrer, mit dem der Angeklagte im Oktober 2014 von Braunschweig nach Peine und wieder zurück fuhr, sagte vor Gericht aus. Da er nachweislich nicht in den Fall verwickelt war, beschränkte sich seine Aussage auf die Geschehnisse der Festnahme.

Des Weiteren gehört wurde ein psychologischer Sachverständiger, der eindeutig bescheinigte, dass der Angeklagte massiv drogenabhängig ist. Er beschaffte sich die Drogen lange nicht nur zum Verkauf und damit zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes, sondern auch für den eigenen Konsum. Er hielt die Unterbringung in einer Entzugsklinik für sehr angebracht, da der Angeklagte bereits zwei solcher Therapien erfolgreich absolviert hatte. Jedoch kam es nach persönlichen Schicksalsschlägen zum Rückfall.

Schlussendlich blieb es dabei, dass die Anklagepunkte gerechtfertigt sind. Das Geständnis wog bei der Fällung des Urteils stark. Drei Jahre und sechs Monate Haft stehen für den Angeklagten an. Allerdings wird er, nachdem das Geständnis rechtskräftig geworden ist, in einer Entzugsklinik untergebracht und dort behandelt.

Abschließend sagte der Vorsitzende Richter zum bereits mehrfach vorbestraften Angeklagten: „Wir sehen Ihren Drogenhandel als Medium zu Ihrer Suchtfinanzierung an. Wenn also die Sucht nicht behandelt wird, kommen Sie wieder in die Spirale. Aber das alles funktioniert nur, wenn Sie mitarbeiten. Therapieplätze sind teuer und rar, wir überlegen genau, wen wir da hin schicken. Bei Ihnen haben wir gute Hoffnungen, da Sie einen strukturierten Eindruck machen.“

bol

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