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Hendrik Rust wird neuer Pfarrer

Peine Hendrik Rust wird neuer Pfarrer

Nie habe Hendrik Rust, der in den 1990er-Jahren als Kaplan in der katholischen Kirchengemeinde „Zu den Heiligen Engeln“ in Peine wirkte, damit gerechnet, in diese Gemeinde zurückzukehren.

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In seinem Büro der Kirchengemeinde „Zu den Heiligen Engeln“: Der neue Pfarrer Hendrik Rust.

Quelle: im

Peine. Und als Konfirmand hatte er vermutlich alle möglichen Träume - aber ganz sicher nicht den, katholischer Priester zu sein. Aber wie schon James Bond wusste: „Sag niemals nie“. Am Sonntag, 30. November, wird der 51-jährige Nachfolger von Thomas Blumenberg als Pfarrer der „Heilige-Engel-Gemeinde“ eingeführt.

„Mir ging es 1983 nach meinem Abitur nicht anders, als anderen Jugendlichen“, erinnert sich der Priester. „Ich wusste überhaupt nicht, was nun.“ So hofft er beim damals üblichen Wehrdienst bei der Bundesmarine auf Orientierung, entscheidet sich aber gegen das Angebot, dort Medizin zu studieren.

Er interessiert sich vielmehr für Kunstgeschichte oder Völkerkunde. Das sei aber finanziell nicht „drin“ gewesen. So sei er zu der Erkenntnis „studier was Billiges“ gekommen: das Studium der evangelischen Theologie in Münster „auszuprobieren“. Über die Fokolarbewegung, in der sich Christen aller Kirchen geschwisterlich verbinden, bekommt er Kontakt zur katholischen Kirche.

„Mich faszinierte das Weltweite, der Schwung, das Bunte, die Sicht auf das Ganze“. Er wechselt nicht nur studentisch in das, was ihm weltweit, schwungvoll und bunt erscheint, sondern auch konfessionell. Seine streng lutherischen Eltern respektieren seine Entscheidung, unterstützen ihn nach Kräften und erleben 1993 seine Priesterweihe.

Bevor Rust in Peine Kaplan wird, sammelt er als Neupriester erste Erfahrungen in Bremen. Seine erste Pfarrstelle tritt er in Mandelsloh im Kreis Neustadt am Rübenberge an, wechselt nach Hildesheim-Ochtersum, um neun Jahre später nach Peine gewissermaßen „wie nach Hause zu kommen“.

„Das alles hier ist mir auch nach 20 Jahren seltsam vertraut“, sagt er. „Der Geruch im Pfarrhaus, der schöne Marktplatz, mein Buchhändler, die Namen vieler Gemeindemitglieder, die ich noch kenne, so vieles andere.“ Sein Hausstand sei mit den Jahren umfangreicher geworden, 130 Umzugskartons für sein Büro, die gleiche Anzahl für seine Bücher.

Erinnerung an Peiner Eigenarten? „Natürlich! Freischießen!“ Schützenvereine sind ihm seines Vaters wegen seit Kindesbeinen vertraut.

Völkerkunde und Kunstgeschichte sind nun liebe Hobbys geworden, Rust liebt die Erkundung von Schlössern, Burgen und historischen Stätten. Und was wird aus dem vom Vorgänger so liebevoll beackerten Klostergarten? „Ich habe meine Stauden und Blumenzwiebeln mitgebracht.“ Und auch gleich den neuen Besen? Er werde nichts „über den Haufen werfen“, wiegelt er ab.

Die Feier und Pflege der Liturgie, deren Symbole und Zeichen seien ihm wichtig. Aber auch die Ansicht von Papst Franziskus, wonach „Tradition kein Gefängnis werden dürfe“. Die Kirche ist für Rust eine lebendige Bewegung, die auf Menschen zugehen muss, um von ihnen und ihren Lebensentwürfen zu lernen. „Wäre es möglich, uns in die Kirche des zweiten Jahrhunderts zurückversetzen, würden wir sie kaum wiedererkennen“.

Und die Ökumene? „Ich bin halber Lutheraner, nur schon länger katholisch“.

uj

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