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Heiratsschwindel: Peiner (37) belog Partnerin und kassierte 50 000 Euro

Peine Heiratsschwindel: Peiner (37) belog Partnerin und kassierte 50 000 Euro

Peine. Dass Liebe tatsächlich blind macht, zeigte sich jetzt wieder einmal im Amtsgericht Peine. Dort muss sich jetzt ein mutmaßlicher Heiratsschwindler wegen Betrugs verantworten. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

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Amtsgericht Peine: Hier wird der Fall verhandelt.

Quelle: mgb

Der Montage-Arbeiter aus Peine (37) hatte sich im Mai 2012 einer 41 Jahre alten Kleinunternehmerin aus dem Kreis Peine als vermeintlicher Chirurg vorgestellt. Neben dem Doktortitel gaukelte er ihr auch noch einen Adelstitel sowie heftigste Zuneigung vor, sodass sie ihm bald für ein gemeinsam anzuschaffendes Haus 50 000 Euro in bar aushändigte - ohne Quittung oder sonstigen Beweis. Das Geld verzockte der Angeklagte in Spielhallen.

Acht Zeugen waren zum ersten Termin geladen, um dem Schöffengericht Klarheit über die vielfältigen Tatvorwürfe zu verschaffen. So hatte er sich auch dreist als der neue Besitzer des Hauses, in dem er wohnte, ausgegeben, als eine Nachbarin von einer Urlaubsreise zurückkehrte. Sie hatte den tatsächlichen Eigentümer lange nicht gesehen und nahm dem Angeklagten die Geschichte ab - sowie zwölf Rollen Dämmwolle zu einem Spottpreis von 100 Euro, die sich auf dem Hof des Hauses befanden. Einem anderen Nachbarn versuchte er, Vertäfelungsholz zu verkaufen, das ihm ebenfalls nicht gehörte.

Zudem blieb er die Miete für eine Wohnung in Peine schuldig, für die er zu Vertragsbeginn gleich drei Monatsmieten und Mietsicherheit bezahlt hatte - zeitlich passend zu der Übergabe der 50 000 Euro von seiner Freundin.

Als die 41 Jahre alte Zeugin nach einigen Monaten herausfand, dass sie offensichtlich einem Betrüger aufgesessen war, und ihr Geld zurückforderte, zeigte der sie im Gegenzug wegen Nötigung und Bedrohung an.

Im Verlauf der Verhandlung stellte sich heraus, dass der Angeklagte parallel auch noch eine Beziehung zu einer 31 Jahre alten Lagerarbeiterin unterhielt. Auch ihr suggerierte er die falschen Titel, allerdings gab er sich diesmal als Psychologe aus. Sie und ein weiterer Zeuge (40) stellten bei gemeinsamen Besuchen in Spielhallen fest, dass er stets mehrere 100-Euro-Scheine wechselte und an Automaten verspielte. „Der schmiss mit Geld nur so um sich“, sagte der 40-Jährige.

Zusammen mit einem 26 Jahre alten Angeklagten soll der 37-Jährige außerdem auch noch einen Rechtsanwalt über den Tisch gezogen haben.

hui

  • Ein weiterer Verhandlungstermin ist für Donnerstag vorgesehen.
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