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Heinz Böhnisch ist seit 65 Jahren im Beruf

Peine Heinz Böhnisch ist seit 65 Jahren im Beruf

Peine. Ein Peiner Urgestein feiert ein großes Jubiläum: Fleischermeister Heinz Böhnisch ist seit 65 Jahren im Beruf - und noch ist kein Ende in Sicht. „Ich arbeite bis ich umfalle“, sagt der 78-Jährige zuversichtlich. „Die Arbeit hält mich jung.“

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„Jedem Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“: Heinz Böhnisch blieb seinen Idealen in 65 Jahren als Fleischer immer treu.

Quelle: ju

Heute vor 65 Jahren begann Böhnisch seine Ausbildung zum Fleischer. „Ich war noch keine 14 Jahre alt“, erinnert sich der gebürtige Sachse. „Ich bin mit diesem Handwerk groß geworden, bereits mein Vater war Viehhändler und Schlachter.“ In Strehla an der Elbe schloss der junge Böhnisch damals seine Lehre ab, anschließend zog es in ihn fort. „Ich war ein junger Mensch und wollte die Welt sehen“, erzählt Böhnisch. „Mit Politik hatte ich nichts am Hut.“ Zweimal versuchte er damals nach Westdeutschland zu flüchten. Beim ersten Fluchtversuch wurde er gefasst und kurzzeitig inhaftiert. Beim zweiten Anlauf hatte er schließlich Erfolg.

Zunächst arbeitete der junge Fleischer in Süddeutschland, seine Meisterprüfung legte er 1959 in Frankfurt am Main ab, später zog es ihn nach Hannover. „Ich wollte wissen, wie in ganz Deutschland die Wurst gemacht wird“, so Böhnisch.

Fleisch und Wurst sind seine Leidenschaft, Böhnischs große Liebe gilt aber seiner Frau Helga, die er - wie soll es anders sein - in einem Wurstwarenbetrieb in Isernhagen kennenlernte. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Heinz Böhnisch. Es folgten vier Töchter.

1962 schließlich machte sich das Paar in der Fuhsestadt selbstständig. „Damals gab es 25 Schlachtereien in der Stadt. Heute bin ich der einzige“, sagt Bönisch nicht ohne Stolz. Sein Erfolgsrezept: „Selber frisch schlachten und etwas können“, sagt Böhnisch. Bei uns ist alles frisch. Ich kenne jedes Tier, das wir verarbeiten, noch lebend.“

In der Region sind Böhnischs Wurst- und Fleischwaren beliebt. Er beliefert mehrere Supermärkte mit seinen Produkten. „Viele Kunden wollen nur unsere Wurst“, schildert der 78-Jährige. Und die bietet Böhnisch in einer großen Vielfalt - nur eins wird niemals in der Fleischauslage des Peiners zu finden sein. „Pferde würde ich niemals schlachten“, sagt der Naturliebhaber. „Ich bin früher selbst geritten, war Jagdreiter in der Niedersachsen-Meute.“ Gemeinsam mit seinem Hund war Böhnisch zudem viel in der Natur, auch heute fährt er regelmäßig mit dem Fahrrad durch die Feldmark. „Das ist ein wichtiger Ausgleich“, sagt Böhnisch.

Doch ganz die Beine hoch legen kann der 78-Jährige nicht. „Wenn ich jetzt aufhören würde zu arbeiten, würde mir das nicht bekommen“, sagt der passionierte Frühaufsteher. „Um Erfolg zu haben, muss eine nie ausgehende Freude an der Arbeit vorhanden sein. Das Geldverdienen darf niemals Hauptzweck sein“, so Böhnisch. Und so wird der Jubilar auch an seinem heutigen Ehrentag in seinem Betrieb mit anpacken - heute sogar persönlich hinter der Ladentheke.

ju

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