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Heinen-Esser: „BGE-Sitz kommt bis zum Jahresende nach Peine“

Am Standort Peine wird Personal eingestellt Heinen-Esser: „BGE-Sitz kommt bis zum Jahresende nach Peine“

Die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) kommt bis spätestens Ende des Jahres nach Peine. Und mit ihr auch neues Personal, wie viel ist aber noch unklar. Das erklärte BGE-Geschäftsführerin Ursula Heinen-Esser gestern im PAZ-Gespräch.

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Sitz der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) an der Eschenstraße in Peine.

Quelle: Michaela Gebauer

Peine. Ihren Betrieb aufnehmen werde die BGE allerdings zunächst in Salzgitter, da die ursprünglichen Pläne nicht realisiert werden konnten.

Vorgesehen war, dass die Schachtanlage Asse II, Teile des Bundesamts für Strahlenschutz und die bereits in Peine ansässige Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) zeitgleich in der neuen Gesellschaft BGE aufgehen.

Das Problem: Die Kaufverhandlungen zur Rückübertragung der DBE-Zweidrittel-Beteiligung der Energieversorger an den Bund verzögerten sich. Erster Schritt ist laut Heinen-Esser nun bereits im April die Übernahme eines Teils der Mitarbeiter vom Bundesamt für Strahlenschutz durch die BGE. Weil dieses seinen Sitz in Salzgitter hat, starte dort die Arbeit.

Im zweiten Schritt soll die Fusion der BGE mit der DBE und Asse II erfolgen. Der Zeitpunkt stehe noch nicht fest und bis dahin gebe es auch noch einige Rechtsfragen zu klären, so Heinen-Esser.

Mit der Verschmelzung der drei Unternehmensteile erfolge der Umzug der BGE nach Peine. Spätester Termin ist der 31. Dezember, weil dies die gesetzlichen Vorgaben verlangen. Am Standort Peine werde zudem der Bereich Endlagersuche der BGE aufgebaut und dafür auch Personal eingestellt, stellte Heinen-Esser klar, wobei sie keine Angaben zu einer Stellenanzahl machen wollte.

Die BGE wird nach Abschluss der Fusion insgesamt rund 1600 Mitarbeiter beschäftigen, die meisten davon bleiben jedoch an den bisherigen Atommülllager-Standorten. Das Bundesumweltministerium hatte den Beschäftigten den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zugesichert. In Peine arbeiten derzeit rund 400 Mitarbeiter für die DBE, die dem Vernehmen nach auch hier bleiben sollen.

Perspektive für mehr Personal ist da

Peine. Fast neun Monate sind vergangen, seit am 15. Juli 2016 bekannt gegeben wurde, dass die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren Sitz in Peine haben wird. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass die damals versprochenen neuen Arbeitsplätze vielleicht doch nur eine Luftnummer waren und auch am Standort Peine kamen Zweifel auf, weil der angekündigte vorläufige Sitz im Unternehmenspark II bislang nicht bezogen wurde. Dem treten nun auch die Peiner Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil (SPD) und Ingrid Pahlmann (CDU) entschieden entgegen.

„Die BGE wird ihren Hauptsitz hier in Peine haben“, sagt Heil, der fest damit rechnet, dass die Übertragung der DBE-Anteile der Energieversorger an den Bund (siehe auch Artikel oben) bis zum Sommer abgeschlossen ist. Zu möglichen neuen Arbeitsplätzen in der Fuhsestadt erklärte er: „Die Beschäftigten bleiben wie angekündigt an den jeweiligen Standorten (Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Morsleben und Gorleben), die große Hoffnung ist aber, dass sich aus dem Aufgabenzuwachs auch eine Perspektive für eine Personalaufstockung ergibt. Immerhin wird von hier aus, künftig die Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland betrieben.“ Ein Erfolg sei aber auch schon, dass die bestehenden Arbeitsplätze der DBE gesichert sind. Bei den aktuellen Gesprächen über einen Tarifvertrag zeichne sich überdies eine sehr gute Lösung für die DBE-Beschäftigten ab. Heil kündigte gestern an, dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Sommer nach Peine kommen und sich einen Überblick über den Fortschritt verschaffen wird.

Auch Ingrid Pahlmann (CDU) sieht die Situation mit der BGE entspannt: „Es sind alle Beteiligten 100 Prozent Willens, dass der Hauptsitz nach Peine kommt.“ Salzgitter (siehe oben) sei definitiv nur eine Zwischenlösung.

mic

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