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„Heimstätte verkaufen, Hertie-Haus kaufen“

Jugendparlament „Heimstätte verkaufen, Hertie-Haus kaufen“

Ungewohnter Anblick im Sitzungssaal des Peiner Rathauses: Dort wo sich sonst die Ratsmitglieder der Stadt Peine treffen, saßen gestern Schüler des Ratsgymnasiums und lieferten sich eine heiße politische Diskussion.

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So jung war der Peiner Rat noch nie: Schüler des Ratsgymnasiums hielten gestern das erste Mal ein Jugendparlament ab.

Quelle: cb

Peine. Rucksäcke, Kapuzenpullis und Zahnspangen statt Arbeitstaschen, Anzüge und dritter Zähne: Um Jahre verjüngt wirkte gestern Nachmittag der „Rat der Stadt Peine“, denn statt der erwachsenen Ratsmitglieder saßen dort Achtklässler des Ratsgymnasiums, die gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung ein Jugendparlament organisiert haben.

Karierte und Örtliche

Und auch die Parteinamen waren dabei viel bunter als sonst: Zwar gab es auch wie sonst die SPD-Fraktion – aber auch Vertreter der Karierten, der Weißen und der Örtlichen nahmen im Plenum Platz, um Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) und der Verwaltung auf den Zahn zu fühlen. Humorvoll geleitet wurde das Parlament vom stellvertretenden Ratsvorsitzenden Matthias Wehrmeyer (SPD).

Dabei diskutierten die Schüler über mehrere Anträge und stellten Anfragen, die sie vorher vorbereitet hatten. Themen waren unter anderem:

  • Busfahrpreis: Eine Schülerin fragte, warum man bereits als 14-Jähriger den vollen Fahrpreis wie eine Erwachsener zahlen muss? Kessler antwortete: „Wir als Stadt haben leider keinen Einfluss auf den Fahrpreis, aber ich nehme deswegen mit der Peiner Verkehrsgesellschaft Kontakt auf.“
  • Jugendliche und Politik: Die Frage lautete: Wie kann man das Interesse der Jugendlichen an Politik stärken? Ein Mädchen schlug vor, das Jugendparlament jedes Jahr stattfinden zu lassen und auch das Silberkamp-Gymnasium mit einzubinden. Großer Applaus.
  • Sportanlage Goltzplatz: Lange diskutierten die Jugendlichen über die „verdreckten Umkleidekabinen“ in der Sportanlage Goltzplatz. Hier fordern die Schüler, dass die Räume endlich saniert werden. Bürgermeister Kessler sagte: „Geplant ist ein Abriss des jetzigen Gebäudes am Goltzplatz und ein Neubau. Aber aufgrund der schwierigen finanziellen Lage müssen wir das Projekt in das Jahr 2011 verschieben.“
    Damit wollte sich ein Schüler nicht zufrieden geben: „Das finde ich nicht gut. Dann ist auch im nächsten Jahr kein Geld da, und die Sanierung wird immer weiter verschoben.“ Kessler antwortete erstaunt: „Du hast vollkommen recht und den Kern getroffen. Es ist möglich, dass der Neubau nicht 2011 erfolgen kann. Versprechen kann ich das nicht.“
  • Hertie-Gebäude: Hier forderte ein Achtklässlerin den Kauf des Ex-Hertie-Gebäudes, um dort eine Mehrzweckhalle für Jugendliche einzurichten – mit Skate-Anlage und Kletterwänden. Und auch die Finanzierung der zehn Millionen Euro sei kein Problem. Sie sagte: „Die Stadt verkauft 49 Prozent der Peiner Heimstätte und kauft das Kaufhaus.“ So könne die „Geisterstadt“ rund um die Lindenstraße wieder belebt werden. Doch dieser Antrag wurde von der Mehrheit abgelehnt.

tk

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