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„Heils Entscheidung ist ehrenwert“

Peiner Reaktionen „Heils Entscheidung ist ehrenwert“

Überrascht hat der Rücktritt von Hubertus Heil als SPD-Generalsekretär einige Politiker im Kreis Peine. Die PAZ hat nachgefragt.

Kreis Peine. SPD-Kreistagsfraktions-Vorsitzender Günter Hesse betont: „Ich finde es ehrenwert, wie Hubertus Heil jetzt Verantwortung für die Bundestags-Wahlniederlage übernimmt. Die SPD wird dafür abgestraft, dass sie in den vergangenen Jahren herbe soziale Einschnitte vorgenommen hat, die aber dringend nötig waren.“ Hesse hofft, dass der Peiner zukünftig eine wichtige Aufgabe im Parteivorstand übernimmt. „Heil hat mit aller Kraft für die SPD gekämpft, und es wäre unfair, ihn jetzt zur Seite zu schieben“, meint Hesse.

Bedauerlich findet Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) die Entscheidung des 36-Jährigen: „Die Hauptschuld für das schlechte SPD-Ergebnis liegt nicht bei ihm, er hat seinen Job gut gemacht. Doch Heil ist noch jung und kann noch viel erreichen.“

„Es ist doch klar, dass Heil Verantwortung für das Wahldebakel übernehmen muss“, erklärt die CDU-Kreisvorsitzende Silke Weyberg, „als Generalsekretär steht er schließlich in der ersten Reihe.“ Außerdem habe sie dieser Schritt nicht verwundert, denn der Peiner sei ja bereits „vorher faktisch von Müntefering entmachtet worden“.

Auch FDP-Kreisvorsitzender Holger Flöge ist nicht erstaunt über den Rücktritt. Er betont: „Heil hat seinen Teil zur Niederlage beigetragen. Die SPD muss sich personell ganz neu aufstellen, um wieder ernst genommen zu werden.“ Die Sozialdemokraten würden zwischen der CDU und den Linken zerrieben: Das sei die Wurzel des SPD-Problems. Für den Kreis Peine sei der Rücktritt Heils schlecht, „denn er hatte ein kurzen Draht zu den Ministerien – das fällt jetzt weg.“

Keine Emotionen löst die Amtsniederlegung Heils bei Jürgen Eggers von den Linken aus. Er betont: „Die SPD hat sich mit der Agenda 2010, mit Hartz IV und der Rente mit 67 von vielen ehemaligen Wählern und den Gewerkschaften verabschiedet. Sie ist nicht mehr sozial genug, und daran trägt auch Heil eine Mitschuld.“

tk

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