Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Hehlerei-Urteil gegen 23-jährigen Lengeder

Peine Hehlerei-Urteil gegen 23-jährigen Lengeder

Peine. Wegen räuberischer Erpressung musste sich ein 23-jähriger Lengeder vor dem Peiner Amtsgericht verantworten. Ein damals Zehnjähriger hatte für ihn von seiner Familie Goldschmuck gestohlen und dem Beschuldigten überlassen. Auch eine Spielekonsole bekam der 23-Jährige.

Voriger Artikel
Katerina Jacob als männermordender Vamp
Nächster Artikel
Polizeiorchester feierte Premiere in St. Jakobi

Hier wurde verhandelt: Das Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Wenn der jetzt Elfjährige ihm nichts „elektronisches oder Gold“ brächte, würde er ihn schlagen - so habe der Angeklagte gedroht, schilderte die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift. Der 23-jährige Lengeder wehrte sich jedoch gegen die Vorwürfe: „Ich habe ihm nie gedroht. Ich habe ihn nur gefragt, ob er mir was elektrisches oder Gold besorgen kann. Ich wollte ihm das ganze abkaufen“, erklärte der Beschuldigte, dem die Verwerflichkeit seines Handelns erst nach mehrmaliger, intensiver Nachfrage des Gerichts klar wurde. Er bestätigte: „Ja, er sollte von seiner Familie klauen. Ich schäme mich auch dafür.“ Dennoch: Es habe nie eine Bedrohung gegeben, betonte er mehrfach. Das bestätigte - entgegen der Aussage bei der Polizei - auch das Opfer (11) vor Gericht: „Er hat mich mehrfach angesprochen, ob ich etwas für ihn habe. Irgendwann habe ich ihm meinen Nintendo gegeben.“ Später bekam der Angeklagte auch noch den Ehering der Großmutter des Elfjährigen, die dieser zuvor mit anderem Goldschmuck zusammen gestohlen hatte. Der Junge schilderte: „Ich sollte dafür Geld bekommen. Ich weiß nicht mehr wie viel. Er hat mich einfach so gefragt, dass er mich sonst schlagen würde, das war eine Lüge. Ich dachte so bekomme ich weniger Ärger.“

Aufgrund der Aussage des Elfjährigen wurde der 23-Jährige nicht wegen räuberischer Erpressung verurteilt, stattdessen aber wegen Hehlerei. Der bereits einschlägig Vorbestrafte erhielt eine Bewährungsstrafe von drei Monaten und muss 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. „Sie haben ihren Einfluss auf das Kind auf das Schändlichste ausgenutzt und es zu einer Straftat angestiftet“, erläuterte die vorstehende Richterin den Urteilsspruch.

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung