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Hauptzeugen lassen Prozess platzen

Peine Hauptzeugen lassen Prozess platzen

Teuer zu stehen kommt es zwei Zeugen, dass sie einer Verhandlung im Peiner Amtsgericht fernblieben.

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Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Peine. Dabei wäre deren Erscheinen durchaus in ihrem eigenen Interesse gewesen, denn die Anklage lautete auf Körperverletzung und Bedrohung gegen den 39 Jahre alten Ehemann der Geschädigten, die als Haupt-Belastungszeugin durch ihr Fehlen die Verhandlung platzen ließ.

Gleich eine ganze Serie von Gewalttaten gegen seine Frau warf die Staatsanwältin dem 39 Jahre alten Schausteller vor. So soll er sie im Februar 2013 im Streit mit solcher Wucht gegen einen Ofen gestoßen haben, dass sie sich dabei die Schulter brach. Eine Jochbein-, Nasenbein- und Orbiterboden-Fraktur trug die Frau als Folge einer Auseinandersetzung im April davon. Ihre Trennungserklärung im Oktober hat er laut Anklage mit einem Schlag ins Gesicht quittiert, ein andermal habe er ihr, nachdem sie die Wohnungstür geöffnet hatte, unvermittelt ebenfalls heftig ins Gesicht geschlagen.

Im Dezember schließlich soll er versucht haben, sich zur Wohnung der Frau gewaltsam Zutritt zu verschaffen und sie bedroht haben mit den Worten: „Ich schlag Dich tot, ich knall Dich ab.“

Dies sei in der Rage wohl möglich gewesen, räumte der Angeklagte ein - als einziges. Alle anderen Tatvorwürfe seien Unfälle gewesen, erklärte der 39-jährige Vater von zwei Kindern. Im Gegenteil, die Frau sei dem Alkohol zugeneigt, werde dann aggressiv und habe ihn unter anderem mit einer Whiskyflasche angegriffen. Ein Streitpunkt sei gewesen, dass sie oft Teile der Einnahmen in der Spielhalle verzockt habe.

Diejenige, die als unmittelbar Betroffene Licht in das Dunkel hätte bringen können, zog es jedoch vor, der Verhandlung fern zu bleiben, wie auch ein weiterer wichtiger Zeuge. Gegen beide setzte der Strafrichter ein Ordnungsgeld in Höhe von je 150 Euro fest, ersatzweise je drei Tage Ordnungshaft. Außerdem müssen sie für die Kosten aufkommen, die durch ihr Nichterscheinen verursacht wurden. Denn Richter, Staatsanwältin, Protokollantin, zwei Sachverständige, zwei weitere Zeugen sowie der Angeklagte und sein Rechtsbeistand waren zwar vergeblich zusammen gekommen, aber nicht umsonst. Neuer Verhandlungstermin ist Dienstag, der 7. Juli, um 9 Uhr, Saal 15a im Amtsgericht Peine - dann hoffentlich mit der Hauptzeugin.

hui

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