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Hauptschulen sind Wackelkandidaten

Kreis Peine: Gesamtschule Hauptschulen sind Wackelkandidaten

Heftiges Gezerre um die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule im Peiner Land. Kritiker befürchten, dass die Schulstandorte in den Landgemeinden nach der Eröffnung der Gesamtschule in Lengede ins Wanken geraten.

Kreis Peine. Dramatische Entwicklung im Peiner Land: Bis 2018 gibt es 500 Schüler pro Jahrgang weniger als heute. Das lässt sich aus der aktuellen Geburtenstatistik ablesen. Die Erhebung war eine der Grundlagen für das Gutachten von Karl-Heinz Uflerbäumer zum Standort einer zweiten Integrierten Gesamtschule im Kreis.
Besuchen dieses Jahr noch 1431 Schüler die fünften Klassen an Schulen im Peiner Land, werden es 2018 nur noch 930 sein. Der geburtenstarke Jahrgang 2008 ist dabei schon eingerechnet. Der Tiefststand der Prognose der Schüler-Entwicklung ist 2017 erreicht. Dann werden 856 Schüler in der fünften Klasse sein.
Trotz dieser Entwicklung empfiehlt Schulexperte Uflerbäumer der Peiner Politik, in Lengede eine Integrierte Gesamtschule einzurichten. Denn trotz der neuen Schule seien andere Standorte in ihrer Existenz nicht gefährdet - zumindest nicht wegen des Aufbaus einer Gesamtschule. Problematisch sei eher die Bevölkerungsentwicklung insgesamt.
Wackelkandidaten sind die Hauptschulen in Edemissen, Ilsede, Wendeburg und Vechelde. Auch die Realschule in Wendeburg sei mittelfristig in Gefahr, sagt Uflerbäumer und empfiehlt, dort an einer Stärkung des Standortes zu arbeiten. Entwarnung gibt der Experte dagegen für die Schulen in Groß Ilsede. Sie würden gestärkt, „weil Haupt- und Realschule in Lengede wegfallen“.
Sorgen machen sich dagegen Lehrer und Schüler des Gymnasiums Groß Ilsede. Sie fürchten die Konkurrenz in Lengede, denn der Standort soll eine Oberstufe bekommen. Und schon jetzt ist die Quote der Schüler aus den Gemeinden Lengede, Ilsede und Lahstedt, die das Gymnasium besuchen, erschreckend niedrig. „Da ist etwas im Argen“, sagt der ehemalige Regierungsschuldirektor. Trotzdem lautet seine Prognose: Auch das Ilseder Gymnasium wird mittelfristig gestärkt, „weil Konkurrenz das Geschäft belebt.“
Dagegen stellte die Opposition im Kreis-Schulausschuss die Notwendigkeit einer zweiten Gesamtschule in Frage. Auch dass Uflerbäumer offenbar von Bürgermeistern aus dem Peiner Land, Elternvertretern und Elterngruppen in seiner Entscheidung beeinflusst werden sollte, hält Oppositionsführer Arnim Plett (CDU) „für ein starkes Stück“. Dass der Schulexperte tatsächlich beeinflusst worden ist, glaubt er allerdings nicht. Uflerbäumer selbst wollte gestern auf PAZ-Anfrage keine Namen von Bürgermeistern nennen. Den Eltern habe er schriftlich seine Vorgehensweise erläutert, sagte er.
Am 5. März wird die Politik den weiteren Fahrplan empfehlen. Dann sind zunächst die Eltern gefragt, die sich ebenfalls für Lengede als Standort aussprechen müssen. 130 Zustimmungen pro Jahrgang muss es geben. Befragt werden die Eltern der Schüler von der ersten bis zur dritten Klasse.

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