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Hat Peines Handel ein schlechtes Image? Geschäftsleute gehen in die Offensive

Peine Hat Peines Handel ein schlechtes Image? Geschäftsleute gehen in die Offensive

Peine. Wird die Einkaufsstadt Peine oft schlecht geredet? Ingeborg Wennerscheid, Chefin der Kaufmannsgilde, hat mit ihrem klaren Bekenntnis zur Fuhsestadt (PAZ berichtete) den Nerv zahlreicher Peiner getroffen. Sie und viele andere Geschäftsleute sind sich sicher, dass der Einzelhandel in der Innenstadt deutlich besser ist als sein Ruf. Wennerscheid vermisst bei den Peinern manchmal Stolz und Selbstbewusstsein.

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Blick in die Fußgängerzone: Ingeborg Wennerscheid von der Kaufmannsgilde fordert zum aufmerksamen Stadtbummel auf.

Quelle: mic

„Man muss doch nur mal durch die Stadt gehen und schauen, was es alles gibt. Gerade in letzter Zeit sind viele Geschäfte neu dazugekommen. Der Branchen-Mix, der häufig kritisiert wird, ist meiner Meinung nach sogar recht gut. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Leute mit Scheuklappen durch die Stadt gehen“, sagt Wennerscheid.

Enttäuscht ist die Gildemeisterin der Kaufmannsgilde insbesondere darüber, dass sich „ausgerechnet Töchter und Söhne ehemaliger Geschäftsinhaber in Peine an der Negativ-Darstellung der Einkaufsstadt beteiligen“.

Wennerscheid ist auch bewusst, dass ein großes Kaufhaus, ein Elektrofachmarkt oder auch Angebote für Jugendliche wie zum Beispiel ein Bowling-Center fehlen. Die vorhandenen Fachgeschäfte in Peine könnten es allerdings locker mit der Konkurrenz in den umliegenden Städten aufnehmen, gerade was die Beratung anbelangt.

Auch Ole Siegel, Sportgeschäft-Inhaber und Vorsitzender der City-Gemeinschaft, glaubt, dass die Kaufmannschaft in Peine gut aufgestellt ist. Um die Vorzüge der Fuhsestadt herauszustellen sei derzeit ein neuer, 50-seitiger Peine-Einkaufsführer in Arbeit.

Ulrich Ginsburg vom Bekleidungsgeschäft „Männersache“ findet es traurig, dass viele Peiner die Geschäfte in der Innenstadt teilweise gar nicht kennen. Um die Innenstadt wieder attraktiver zu gestaltem, sei aber auch die Stadt Peine gefragt, zumindest was die Rahmenbedingungen anbelangt. Der Handel investiere viel in Werbung. Um die Besucherfrequenz zu erhöhen, müssten aber eben alle an einem Strang ziehen.

Michaela Schade vom Café Schade wünscht sich das insbesondere im Hinblick auf die Öffnungszeiten: „Ich fände es gut, wenn die Geschäfte einheitlich lange öffnen, vor allem samstags. Bis 16 Uhr wäre wünschenswert, denn nachmittags ist meist nur noch wenig los. Das ist auch für die Gastronomie schlecht.“

Ulrike Brandes-Peitmann, Vizepräsidentin der IHK Braunschweig, glaubt, dass Peine letzlich die gleichen Probleme wie andere Städte habe: „Der Mittelstand wird immer weniger, wir müssen mit Aktionen wie verkaufsoffenen Sonntagen dagegen steuern.“

Peines Bürgermeister Michael Kessler hat sich darüber gefreut, dass Wennerscheid bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Kaufmannsgilde „klare und richtige Worte“ zur Peiner Innnenstadt gefunden habe.

mic

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