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Hartfil-Vermögen: 267 936,20 Euro

Peine Hartfil-Vermögen: 267 936,20 Euro

Roman Willi Hartfil galt als Peines Immobilienkönig. 2000 ging er in die Insolvenz. Nun soll die Schlussverteilung über das Vermögen erfolgen. Hartfil selbst erlebt den kompletten Untergang seines Imperiums nicht mehr. Er starb 2007.

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Eine der bekanntesten Hartfil-Immobilien in Telgte beherbergt heute das Mehrgenerationenhaus "Rosenhof".

Quelle: Isabell Massel

Peine. Der aktuelle Massebestand aus dem Vermögen von Roman Willi Hartfil beträgt 267 936,20 Euro. Demgegenüber stehen Forderungen in Höhe von 31 499 207,78 Euro. „Wir müssen jetzt abwarten, ob es noch zu einem Prozess kommt“, sagt Insolvenzverwalter Michael Graaff aus Hannover gestern auf Anfrage der PAZ.

Hartfil meldete im Jahr 2000 Insolvenz an. Davon waren zirka 6000 Mieter betroffen. Viele von ihnen verloren ihre Mietkaution, denn nicht alle hatten dafür das übliche Sonderkonto eingerichtet, dass von solch einem Bankrott unberührt bleibt. Graaff rechnete 2002 mit einem Verlust für die Mieter von etwa 50 000 Euro.

Nun soll laut Amtsgericht Gifhorn die Schlussverteilung erfolgen. Vom Restvermögen müssen die Masseverbindlichkeiten und eine Liquiditätsreserve gebildet werden. Graaff wollte sich dazu nicht weiter äußern, er verwies auf die Gläubiger-Versammlung.

Noch steht auch nicht endgültig fest, ob es noch mehr Geld als Masse gibt. Ein Teil des Vermögens gilt als verschwunden. „Es ist aber mehr als zweifelhaft, ob das restliche Geld aus dem Hartfil-Vermögen noch auftaucht“, sagte Graaff, der sich zurzeit im Ausland aufhält.

Als das Verfahren eröffnet worden ist, ging es um Forderungen in Höhe von mehr als 100 Millionen Deutsche Mark.

„Vieles davon haben wir davon wieder hereinbekommen, zum Beispiel über den Verkauf von Immobilien“, sagt Graaff. So hatte sich zum Beispiel die Peiner Heimstätte für 3,8  Millionen Euro Wohnungen, Geschäfte und Garagen des Immobilienkönigs gesichert.

pif

Hintergrund

Roman Willi Hartfil, Jahrgang 1928, war 1946 nach Peine gekommen. Er war zunächst beim Walzwerk angestellt, kaufte sich dann aber in ein Lebensmittelgeschäft ein, für dessen Inhaber er zunächst Wein und Spirituosen an Walzwerkarbeiter verkauft hatte.

4000 Mark lieh sich Hartfil seinerzeit von der Sparkasse, um den Tante-Emma-Laden an der Posener Straße übernehmen zu können.

Zwischenzeitlich hatte Hartfil in der Schweiz aber das noch weitgehend unbekannte Prinzip der Selbstbedienungsläden kennengelernt - und setzte es als erster in Peine und einer der ersten in Niedersachsen um. Ende der 70er Jahre gehörten 16 Geschäfte zu Hartfils Reich.

1979 verkaufte Hartfil seine Supermärkte an die HL-Gruppe – heute Rewe. Er konzentrierte sich fortan auf den Immobilienmarkt und brachte es in Spitzenzeiten auf mehr als 1000 Mietwohnungen.

pif

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