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Hannover-Großraumticket in nächsten Jahren möglich

Peine Hannover-Großraumticket in nächsten Jahren möglich

Kreis Peine. Das Großraumticket für Hannover ab Peine soll kommen. Darin sind sich Peines Landrat Franz Einhaus, Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover, und Detlef Tanke, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (alle SPD), einig.

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Wollen Hannover-Ticket für den Kreis Peine ermöglichen (v.l.): Detlef Tanke, Franz Einhaus, Hauke Jagau, Michael Kessler, Hans-Hermann Baas und Ralf Werner.

Quelle: Thorsten Pifan

Realistisch sei eine Umsetzung des ehrgeizigen Projektes sogar noch in der kommenden Wahlperiode, also innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Landrat Einhaus hatte Jagau und Tanke zum Gespräch eingeladen. Mit dabei waren auch die Bürgermeister, in deren Gebiet ein Bahnhof liegt: Peines Bürgermeister Michael Kessler, Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner und Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (alle SPD). Denn auch der Peine-Tarif, in dem aktuell bereits günstige Monatstickets nach Hannover von Peine und Vöhrum zu haben sind, soll auf die Bahnhöfe in Vechelde sowie Broistedt und Woltwiesche ausgeweitet werden.

Großer Wunsch vieler Bürger sind aber günstige Einzelfahrscheine zwischen dem Peiner Land und Hannover. Bisher scheiterten alle Verhandlungen letztlich an den Kosten. Denn die Umsetzung schlüge mit einer Summe zwischen 500.000 und einer Million Euro zu Buche.

Während die Region Hannover für das Projekt gern in die Tasche greifen würde, wie Jagau betonte, sind die Kassen auf Braunschweiger Seite leer. Das könnte sich ab Herbst ändern. Denn zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs im Großraum Braunschweig will das Land zusätzlich jährlich 25 Millionen Euro in die Hand nehmen. „Auch wenn dadurch innerhalb des Verbandes bereits viele Begehrlichkeiten geweckt worden sind, steigt damit unser Handlungsspielraum“, sagte Tanke.

Jagau betonte: „Uns ist sehr an einer Stärkung der Mobilität im erweiterten Wirtschaftsraum um Hanover gelegen. Wir sind nur zukunftsfähig, wenn wir das umsetzten.“

von Thorsten Pifan

Der Peine-Tarif

Günstige Fahrkarten für die Bahn zwischen Peine und Hannover gibt es bereits seit den 1990er-Jahren – allerdings nur als Monatstickets, die ab den Bahnhöfen in Vöhrum und Peine gelten. Außen vor sind zurzeit noch die anderen Bahnhöfe im Peiner Land in Vechelde, Broistedt und Woltwiesche.

Der Peine-Tarif ist eine Initiative des Landkreises Peine mit dem Großraumverband Hannover. Interessant dabei: Der Peine-Tarif ist innerhalb der ersten zwei Jahre nach seiner Einführung nicht nur zu einem erfolgreichen Dienstleistungsangebot gewachsen, sondern hat auch wirtschaftlichen Erfolg, sodass die Zuschüsse nicht in der Höhe gezahlt werden müssen, in der sie ursprünglich angedacht waren.

Das Monatsticket 2. Klasse kostet aktuell 133,60 Euro. Einzelfahrscheine kosten im Tarif der Westfalenbahn ab Vöhrum 7,30 Euro und ab Peine 8,20 Euro.

pif

Ziel: Entlastung der Verkehrsadern A2 und B65

Um die Verkehrsströme zwischen den Ballungszentren Hannover und Braunschweig besser zu lenken, müssen die Akteure in der Region an einem Strang ziehen, betonte Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD). Es gelte dabei vor allem die überlastete Autobahn A2 zu entlasten, gleichzeitig aber auch nicht zu viel Verkehr auf die Bundesstraße 65 zu verlagern, die über die B1 Hannover mit Braunschweig verbindet.

Letztlich müsse dafür Verkehr auf die Schiene verlagert werden, waren sich die politischen Akteure einig. Peines Landrat Franz Einhaus hatte Detlef Tanke, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB), und Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover, sowie Kessler, Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas und Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner (alle SPD) zu dem Thema geladen.

Wenn das Land Niedersachsen den Großraumverband mit bis zu 25 Millionen Euro jährlich zusätzlich unterstützt, bleiben Spielräume für eine Verbesserung der Taktzeiten, aber auch für eine Stärkung der Buslinien und eine Optimierung der Tarifzonen, sagte Tanke und verwies darauf, dass es innerhalb des Verbandsgebietes bereits viele Ideen gebe, wie die Millionen zu verwenden seien.

„Letztlich benötigt der ZGB eine bessere Vernetzung an seinen Nahtstellen mit den Nachbarn“, sagte Einhaus und betonte, dass er jetzt weitere Schritte in diesem Kontext erwarte. Dabei verwies er auf die Zahlen der Pendler, die täglich die Grenzen zwischen dem ZGB und der Region Hannover überschreiten – in beide Richtungen.

Einhaus war es wichtig, das Thema der Einzelfahrscheine zwischen beiden Tarifgebieten frühzeitig in die Diskussion zu bringen. Denn auch wenn die Spielräume größer werden, müssen sich die Akteure erst einigen und dann auch das Land als weiteren Geldgeber ins Boot holen. Jagau sagte: „In der Vergangenheit haben wir aber die Erfahrung gemacht, dass die attraktiven Angebote so hohe Mehreinnahmen gebracht haben, dass die Zuschüsse gar nicht in der berechneten Höhe fließen mussten.“

Wenn sich Hannover, Braunschweig und auch das Land einig über die Finanzierung sind, müssen aber weitere Verhandlungen mit den Verkehrsunternehmen geführt werden. Dabei könnten weitere zwei bis drei Jahre ins Land gehen, schätzte Jagau. Entsprechend könnten vier bis fünf Jahre ins Land gehen, bis es aus dem Peiner Land auch Einzeltickets in Richtung Hannover – und umgekehrt – gibt.

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