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Handelsvertreter gab sich als Techniker aus

Peine Handelsvertreter gab sich als Techniker aus

Dagmar Sterkau war mit den Nerven am Ende. Ein freier Handelsvertreter, der sich ihr gegenüber als Techniker ausgab, drehte ihr mit einer dreisten Masche einen teuren TV- und Internetvertrag an, den sie weder haben wollte noch bezahlen konnte.

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Dagmar Sterkau aus Peine wurde von einem freien Handelsvertreter, der sich als Techniker ausgab, ein teurer Internet-, Telefon und TV-Kabel-Vertrag aufgeschwatzt, den sie gar nicht haben wollte.

Quelle: mic

Peine. Als sie realisierte, was passiert war, wollte sie den Kontrakt sofort widerrufen. Doch der Anbieter stellte sich zunächst quer. Erst auf Anfrage der PAZ lenkte das Unternehmen ein.

Die 63-Jährige, die in einem Mehrfamilienhaus an der Werderstraße wohnt, kann sich noch genau an den „Besuch“ des Vertreters am 20. Januar erinnern. Wie sich später herausstellte, hatte dieser zuvor bei mehreren Mietern geklingelt, um ins Haus zu kommen. „Er stellte sich mir als Techniker vor, prüfte die Leitungen und sagte dann, er könne das Bild am Fernseher schärfer machen. Zum Schluss sollte ich ihm seinen Besuch bei mir quittieren. In dem Glauben, nur dies zu tun, unterschrieb Sterkau - und zwar einen teueren Internet- und Telefonvertrag.

Ein paar Tage nach dem Besuch des Handelsvertreters bekam die Peinerin dann ein Paket von Kabel Deutschland, mit dem sie nichts anzufangen wusste. Darin: ein Modem. Sterkau: „Ich habe weder einen Computer noch ein Smartphone. Was soll ich da mit Internet?“ Als sie nach Rücksprache mit einem Bekannten realisierte, dass sie offenbar mit ihrer Unterschrift einen Telefon- und Internetvertrag abgeschlossen hatte, war sie regelrecht schockiert.

„Wie kann man sich denn so missverstehen?“, fragt Sterkau. Dem Handelsvertreter, der sich ihr gegenüber als Techniker ausgab, hatte sie sogar noch erzählt, dass sie von einer kleinen Witwenrente lebe und sich kürzlich erst von den GEZ-Gebühren habe befreien lassen, weil sie sich die nicht leisten konnte. „Wie sollte ich da auf die Idee kommen, so einen Vertrag abzuschließen?“ Sterkau: „Ich weiß noch genau wie der Mann sagte, dass ich jetzt nur noch hier unterschreiben müsste, dass er hier war.“ Dass sich der Handelsvertreter an der Haustüre tatsächlich als Techniker ausgab, konnten auf Nachfrage der PAZ übrigens mehrere Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Werderstraße bezeugen.

Weil sie sich nicht mehr zu helfen wusste, ging Sterkau zur Polizei. Dort habe man ihr gesagt, dass der Vorfall unter Bauernfängerei falle. „Jetzt weiß ich, dass ich einen großen Fehler gemacht habe. Ich lasse mich nicht wieder so leichtfertig täuschen.“ Froh ist sie jedenfalls, dass Kabel Deutschland auf PAZ-Anfrage eingelenkt und ihren Widerspruch angenommen hat.

mic

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