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Haftstrafe für unbelehrbaren Autodieb

Peine Haftstrafe für unbelehrbaren Autodieb

Peine. Da er im Mai diesen Jahres versucht hat, einer Bande beim Stehlen eines Autos zu helfen, wurde jetzt ein 53-jähriger Pole vor dem Peiner Amtsgericht verurteilt. Justizbeamte führten den geständigen Mann ab, der seine Strafe ein Jahr in einem deutschen Gefängnis absitzen muss.

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Das Amtsgericht in Peine: Hier musste sich der 53-Jährige verantworten.

Quelle: Archiv

Ein Akt der Verzweiflung: Während ihr Mann ruhig auf der Anklagebank saß und mit gesenktem Kopf der Verhandlung auf einer für ihn fremden Sprache verfolgte, raufte sie sich die Haare, als sie die Verlesung der Anklageschrift vernahm. Ein Jahr Haftstrafe – und das alles nur, weil er wieder einmal ein Auto stehlen wollte...

Die Familie hat laut dem Peiner Richter nicht viel Geld. Offenbar reichten bereits 1500 Zoty (umgerechnet etwa 365 Euro), um den 53-Jährigen davon zu überzeugen, ein Auto von Peine nach Berlin und dann Richtung Polen zu fahren. Das sollte auch seine einzige Aufgabe sein, weshalb er sich nicht daran beteiligt hatte, das Schloss der Audi A5 aufzubrechen und die Wegfahrsperre zu manipulieren.

Allerdings hatte niemand mit dem plötzlichen Auftauchen des 27-Jährigen Besitzers gerechnet. Dieser war nämlich nach seiner Nachtschicht auf den Pendlerparkplatz gekommen, um mit seinem Auto nach Hause zu fahren. Nachdem er sah, wie sich die Täter an seinem Gefährt zu schaffen machten und es schließlich auch Richtung A2 wegbewegten, rief er die Polizei. Rund 20 Kilometer später konnte der Wagen in Höhe Braunschweig aus dem Verkehr gezogen werden.

Der 53-Jährige hatte vor der Fahrt 50 Euro Spritgeld und ein Handy erhalten. Beides hatte er den Polizisten überreicht und sich sofort geständig gezeigt. Auch im Gericht sagte er mit Hilfe seiner Dolmetscherin: „Ich bereue sehr, was ich getan habe.“ Nichts desto trotz kostet es ihn seine Freiheit, da der Pole nicht belehrbar schien. Schließlich hatte er bereits mehrere ähnliche Taten verübt – und im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sei er auch schon lange nicht mehr gewesen.

mgb

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