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Härke: 200.000 Euro für neue Kühlanlage

Peine Härke: 200.000 Euro für neue Kühlanlage

Frischekur für die Braumanufaktur Härke: Die Einbecker Brauhaus AG beginnt bereits mit ihren Investitionen am Standort Peine. Im Januar hatte Einbecker die insolvente Privatbrauerei Härke übernommen und umfangreiche Investitionen angekündigt. "Wir halten Wort", sagt Lothar Gauß, Vorstands-Vorsitzender der Brauhaus AG. Für 200.000 Euro sei bereits eine neue Kühlanlage bestellt.

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Aushänge-Schild der Braumanufaktur Härke: Vertriebs-Chef Matthias Härke zeigt das Sudhaus, das 2008 eröffnet wurde. Nun soll der Rest der Brauerei modernisiert werden.

Quelle: Christian Bierwagen

Mitte April soll sie geliefert werden. Weitere Investitionen sollen folgen, kündigt Gauß an. Bereits Ende April sollen Abriss-Arbeiten beginnen, um Platz zu schaffen, für weitere Anlagen.

Eine gute Nachricht gibt es auch für alle Fans des Härke-Hoffests. Die große Freiluft-Party mit Live-Musik findet am 1. und 2.Juni auf dem Brauerei-Hof statt (siehe Text unten).

Ziel der Einbecker Brauhaus AG sei es, am Standort Peine eine der modernsten Brauereien im Land zu schaffen. „Mit dem wunderschönen Sudhaus haben wir bereits eine der modernsten Anlagen in Niedersachsen“, sagt Einbecker-Marketing-Chef Ingo Schrader. Dort wolle Einbecker mit den Investitionen ansetzen. „Nachdem wir die Kühlanlage modernisiert haben, kommen die Gär- und Lagertanks an die Reihe“, sagt Schrader. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. „Wir stehen in Gesprächen mit dem Bauamt in Peine“, sagt Gauß.

Die neue Kühlanlage war notwendig geworden, nachdem es in der alten Anlage im August 2012 ein Leck gegeben hatte. „Trotzdem rechnet sich die Anlage. Denn im Vergleich zur alten Kühlung sparen wir zwischen 50 und 84 Prozent Energie. Das schützt gleichzeitig die Umwelt“, sagt Schrader.

Obwohl die Einbecker Brauhaus AG kräftig in Peine investiert, soll das Peiner Härke-Bier weiter am Standort in Einbeck abgefüllt werden. Nachdem die Abfüll-Anlage der Privatbrauerei Härke 2011 in die Jahre gekommen war, schlossen beide noch selbstständigen Unternehmen einen Kooperationsvertrag. Seitdem wird das Peiner Bier zwar an der Fuhse gebraut, aber in Einbeck abgefüllt.

pif

Gute Nachricht: Auch das Härke Hoffest steigt wieder

Gute Nachrichten für alle Fans des Härke-Hoffestes. Trotz Neustart, kräftigen Investitionen und einigen Umbau-Arbeiten am Standort der Braumanufaktur Härke wird die beliebte Freiluft-Party mit Live-Musik und Familiensonntag in gewohnter Weise stattfinden, sagt Härke-Vertriebsleiter Matthias Härke. Der Termin, den sich die Peiner unbedingt vormerken sollen, ist das Wochenende 1. und 2.Juni.

„Wir planen erneut den Samstagabend mit Live-Musik. Die Bands stehen noch nicht endgültig fest. Wir haben aber einige Gruppen in der engeren Auswahl und schon jetzt ist sicher: Es ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei“, sagt Härke. Fest steht bereits, dass die Peiner Formation Top Spin an diesem Abend auf die Bühne gehen wird. Top Spin hatten mit der Band 1890 und Classic Rock Xperience im Januar ein Solidaritätskonzert für die Härke-Brauerei organisiert. Die beiden anderen Bands sind zum Hoffest-Termin leider schon ausgebucht, wären aber auch gern dabei gewesen.

Auch am Familientag, dem Sonntag, können die Peiner planen wie in den vergangenen Jahren. „Wir haben zahlreiche Spielgeräte für die jungen Besucher vorbereitet und für die älteren Besucher wird es erneut Live-Musik geben“, sagt Härke.

pif

Die Insolvenz der Härke-Brauerei

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten musste die Privatbrauerei Härke in die Insolvenz gehen. Als Investor für einen Neustart sprang ein langjähriger Partner der Peiner Traditionsbrauerei ein: die Einbecker Brauhaus AG. Wichtige Einschnitte auf dem Weg in die Insolvenz bis zur Rettung durch Einbecker:

- Öffentlich wurden die massiven Schwierigkeiten der Peiner Traditionsbrauerei ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Unternehmens, als Härke im Jahr 2010 sein 120-jähriges Bestehen feierte. Damals mussten 13 von insgesamt 50 Mitarbeitern gehen.

- Neue Strategien und exklusive Biersorten sollten die angeschlagene Brauerei wieder auf Kurs bringen, das verkündeten Matthias und Martin Härke im März 2011.

- Im Juni 2011 wurden die Spezialitäten der Brauerei mit dem „Bierzwerg des Monats“ ausgezeichnet.

- Oktober 2011: Die Härke-Brauerei verlagerte die Abfüllung ihres Bieres zur Einbecker Brauhaus AG.

- Die Privatbrauerei Härke ging im Februar 2012 eine Partnerschaft mit dem Limonadenhersteller Sinalco ein.

- Juni 2012: „Dein Bier“ wurde neben Rausch-Schokolade zum kulinarischen Botschafter Niedersachsens.

- Im August 2012 gab es ein Leck in der Kühlung bei Härke. Es trat Ammoniak aus. Die Kühlanlage ist seitdem defekt.

- Am 16. November 2012 wurde der Antrag auf Insolvenz gestellt. Die Zahlungsunfähigkeit löste Betroffenheit und eine Welle der Solidarität unter den Peinern aus.

- Eine Bietergruppe aus Peiner Bürgern arbeitet einen Rettungsplan für die insolvente Brauerei aus.

- Dezember 2012: Drei Bands planen ein Solidaritätskonzert und bekommen große Unterstützung von der Peiner Wirtschaft. Das Konzert fand am 19.Januar 2013 statt.

- Am 12.Januar 2013 wird bekannt, dass die Einbecker Brauhaus AG als Investor die insolvente Brauerei übernimmt.

- Am 4.Februar 2013 nimmt die Braumanufaktur Härke offiziell ihren Betrieb auf. Der Neustart ist geschafft. Allerdings haben 14 Mitarbeiter ihre Arbeitsstelle verloren.

pif

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