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Händel-Oratorium: Beifall und Standing Ovations

Peine Händel-Oratorium: Beifall und Standing Ovations

Peine. „Nur wer wagt, kann gewinnen“, so lautet in etwa ein bekanntes Sprichwort, das mit der Aufführung von Georg Friedrich Händels unbekanntem Werk „An Occasional Oratorio“ in der St.-Jakobi-Kirche einmal mehr eine schlüssige und dankbare Realisierung erfuhr:

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Geballte musikalische Kompetenz: Georg Friedrich Händels Oratorium wurde von Musikern professioneller Ensembles dargeboten.

Quelle: Isabell Massel

Mögen aus Unkenntnis einige sonstige Konzertbesucher sich dieses beeindruckenden Hörerlebnisses beraubt haben - doch gerade, wer kulturelles Neuland entdecken will, kann nur dann wirklich kreativ sein, wenn er das Risiko zu scheitern in Kauf nimmt.

Christof Pannes und mit ihm die Jugendkantorei Peine, die Kirchenkreiskantorei, das Göttinger Barockorchester und die Vokalsolisten zelebrierten in der Tat eine Oratoriums-Aufführung mit teils noch unveröffentlichten Noten, haben das Risiko also nicht gescheut und durch umfassende Kreativität bei allen Zuhörern auf der ganzen Linie gewonnen.

Der Chor überzeugte durch sein ausgewogenes Klangbild, seine dynamisch vielfältige und immer bewegliche Ausdrucksstärke. Auch beeindruckte die verständliche Deklamation des altenglischen Textes. Die Kantoreien beherrschten die teilweise geforderte Doppelchörigkeit ebenso exakt und souverän wie mutige A-cappella-Einsätze und ausmusizierte Ritardandi.

Das instrumentale Haus-Ensemble in Form des Göttinger Barockorchesters zeigte sich wieder als Garant einer idealen Umsetzung des ihr eigenen Musikstils. Mit vorzüglichen Solisten besetzt, die in den Continuo-Parts äußerst subtil und gekonnt fungierten, überzeugte es auch im Tutti und allen Klangfarben stets als gleichzeitig dienendes, dann wieder forderndes und immer impulsierendes Element.

Die drei Vokalsolisten waren stimmtechnisch und interpretierend ein auditives Geschenk. Dies be-zog sich uneingeschränkt gerade auf die variationsreiche Umsetzung von Rezitativen, die eher sachorientiert den Bibeltext wiedergeben, und den sich unmittelbar anschließenden Arien, in denen Händel selbst seinen Glauben mit allen kompositorischen Feinheiten dokumentiert. Dies lebten die Vokalisten sinnfassend aus. Jörn Lindemann (Tenor) und Markus Flaig (Bass) wirkten dabei ausgewogen und authentisch in ihrem gesamten Ambitus. Magdalene Harer (Sopran) überzeugte zusätzlich durch ihre perlend stimmliche Leichtigkeit und besonders im vorletzten Stück „Lieblicher Friede“ durch treffend liebliche Eleganz.

Christof Pannes hatte die Aufführung - bisweilen vielleicht zu detailliert - sicher im Griff. Ihm gelang als Inspirator eine Werkumsetzung, die die Zuhörer mit lang anhaltendem Beifall, begeistert trampelnden Füßen und schließlich Standing Ovations angemessen und motivierend belohnten.

hl

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