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Hähnchenmast-Gegner machen mobil

Kreis Peine Hähnchenmast-Gegner machen mobil

Mit Trillerpfeifen, Rasseln und „Hähnchenmast ist Knast!“-Sprechchören demonstrierten am Wochenende mehr als 200 Menschen gegen die bei Alvesse in der Gemeinde Vechelde geplante Hähnchenmast-Anlage.

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Mehr als 200 Bürger aus Alvesse und Üfingen machten ihrem Ärger Luft. Sie appellierten an den Landwirt, der die Hähnchenmast-Anlage bauen will, sein Projekt zu stoppen.

Quelle: Birgit Bosch

Salzgitter-Üfingen. „Wir zeigen hier heute, dass mehr als nur fünf Leute gegen die geplante Hähnchenmastanlage sind!“, ruft Matthias Adler von der Bürgerinitiative gegen die Hähnchenmastanlage in das Megafon. Besorgte Bürger aus Alvesse und Üfingen haben jetzt ihrem Ärger Luft gemacht und gegen die Hähnchenmast-Anlage demonstriert, die zwischen den beiden Ortschaften gebaut werden soll.

Die Demonstranten appellierten an den Landwirt Christoph Gerecke, seinen Entschluss, eine Anlage für 84 800 Tiere zu bauen, noch einmal zu überdenken. Die im Januar gegründete Bürgerinitiative hat Gespräche mit dem Landwirt geführt. Eine Sammlung von bisher 740 Unterschriften gegen das Projekt wurde Gerecke übergeben.

Während Gerecke das Überleben seines landwirtschaftlichen Betriebs mit dem Bau der Anlage sichern möchte, sorgen sich Bürger um ihre Gesundheit und ihre Umwelt. „Für die Hähnchenmastanlage sind keine Filter geplant, so dass Gestank und Keime in die Umwelt gelangen können“, sagt Bürgerinitiativen-Sprecherin Regina Will aus Alvesse. „Damit erhöht sich die Allergie- und Asthmagefahr durch konzentrierte Feinstäube.“ Filteranlagen seien erst ab einer Tierzahl von 85 000 notwendig.

Die Geruchs- und Feinstaubemission durch Ammoniak erhöhe sich durch das geplante Aufbringen des Hühnerkots auf die Felder des Landwirts rund um beide Ortschaften, wird weiter argumentiert. Nicht nur die eigene Gesundheit liegt den Bürgern am Herzen. Für sie ist diese industrielle Massentierhaltung Tierquälerei.

„Den Küken wurde das natürliche Sättigungsgefühl weg gezüchtet“, schildert Will das Leiden der Tiere. „Sie fressen und fressen, haben keinen Platz sich zu bewegen. In 33 Tagen müssen sie schlachtreif sein. Das ist genauso, als würden Sie einem Kleinkind in einem Monat 20 Kilo Gewicht anfüttern.“

Viele Alvesser Bürger haben sich auf den Weg in die Nachbargemeinde gemacht, um Gesicht zu zeigen. Bernd Huchthausen ist einer von ihnen: „Ich bin gegen industrielle Massentierhaltung. So was ist Tierquälerei. Und ich begreife nicht, dass sich der Landwirt gegen die Mehrheit stellt. Eigentum verpflichtet! Geld ist doch nicht alles!“

Birgit Bosch

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