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Hähnchenmast: 400 demonstrieren

Hämelerwald Hähnchenmast: 400 demonstrieren

Der Protest gegen die Hähnchenmast-Anlagen formiert sich: Am Sonnabend marschierten etwa 400 Mast-Stall-Gegner durch Hämelerwald, um ihren Ängsten und Sorgen Ausdruck zu verleihen. Die Hämelerwalder wehren sich gegen eine Mast-Anlage, die in der Nachbargemarkung Mehrum gebaut werden soll.

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Protest gegen Massentierhaltung: Frank Grause sprach bei der Kundgebung zu den etwa 400 Demonstranten.

Quelle: pif

Hämelerwald . Das macht Angst: Christine Manthey ist mit ihrer Familie aus dem Oldenburger Land weggezogen, weil die damals zweijährige Tochter unter starken Pseudokrupp-Anfällen litt. Als Ursache machte die Familie den mit Keimen belasteten Feinstaub aus den vielen Hähnchenmast-Anlagen aus. Nun wohnt die Familie in Hämelerwald – und in unmittelbarer Nachbarschaft soll ein Mast-Stall für knapp 40000 Hähnchen gebaut werden.

Tief berührt erzählt Manthey den Demonstranten die Geschichte ihrer kranken Tochter. „Das wird auf alle zukommen, die unter Asthma leiden“, mahnt sie. Freunde umarmen sie nach der Rede. Dann zieht der Demonstrationszug weiter durch Hämelerwald. Die Organisatoren haben mit 200 Teilnehmern gerechnet. Die doppelte Anzahl ist laut offiziellen Schätzungen gekommen.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagt Mitorganisatorin Ruth Geib von der Bürgerinitiative Hämelerwald. Offenbar hätten die vielen Aktivitäten der Initiative die Bevölkerung aufgerüttelt, drauf zu achten, wo das Fleisch herkommt, sagt sie. Große Unterstützung bekamen die Hämelerwalder auch von anderen Initiativen gegen Hähnchenmast-Anlagen. So war zum Beispiel eine Delegation mit Protest-Plakaten aus Vechelde-Alvesse und Salzgitter-Üfingen gekommen.

„Viel effektiver war aber die Mahnwache, die wir vor dem Hof des Landwirts gehalten haben, der die Anlage bauen möchte“, sagt Geib, auch wenn dort nicht allzu viele Demonstranten dabei gewesen seien. Auch die Nachbarn des Landwirtes hätten sich jetzt dem Protest angeschlossen und wollen künftig Plakate aufhängen.

Mit dabei war auch der Kreistagsfraktionsvorsitzende Jürgen Streichert von den Bündnisgrünen: „Die große Resonanz ist ein deutliches Signal Richtung Landkreis als Genehmigungsbehörde und Land Niedersachsen“, sagt Streichert. Bei der Mahnwache nahm er nicht mehr teil. „Das ist eine Aktion gegen Einzelne und ihre Familien. Damit habe ich Schwierigkeiten“, sagt der Politiker.

Thorsten Pifan

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