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„Großteil der 2,5 Millionen ist verloren“

Volksbank Peine „Großteil der 2,5 Millionen ist verloren“

Hohe Wellen hat der PAZ-Artikel über die Volksbank Peine geschlagen, die laut Magazin „Focus“ mit 3,7 Millionen Dollar – umgerechnet etwa 2,5 Millionen Euro – deutscher Großgläubiger der berüchtigten US-Investmentbank Lehman Brothers ist.

Peine . Die US-Bank hatte sich mit Hypotheken-Papieren verspekuliert, ging pleite und löste maßgeblich die weltweite Finanzkrise aus. Die Peiner Bank ist auf einer Gläubigerliste vermerkt.

Viele Peiner fragen sich: Wie und warum kam es zu dieser Investition? Die PAZ hat daher gestern erneut bei der Peiner Volksbank nachgefragt, die jedoch laut Sprecher Daniel Dormeyer dazu keine Stellungnahme abgeben will. Der PAZ befragte daher einen Finanz-Experten in Braunschweig, der namentlich nicht genannt werden möchte. Er erklärte: „Wenn es sich dabei um Lehman-Brothers-Anleihen handelt, dann war das überhaupt kein Zocker-Papier, sondern eine ganz seriöse, fast konservative Geldanlage.“ Schließlich gebe es die US-Investmentbank Lehman Brothers bereits seit mehr als 150 Jahren, und sie habe bis zum Zusammenbruch immer als einwandfrei gegolten.

Auch seien bei diesen Anleihen keine Traum-Renditen versprochen worden, „und daher hat die Volksbank Peine keinesfalls spekulativ gehandelt“. Die Frage sei, ob die Volksbank die Einzel-Wertpapier-Anlagen breit genug gestreut habe. Denn wenn man seine Anleihen bei einem Anbieter konzentriere, steige bei einer negativen Entwicklung die Gefahr, bei einem Kursfall hohe Verluste zu machen.

Aus dem öffentlichen Geschäftsbericht 2008 der Volksbank Peine lässt sich ableiten: Ausgehend von den Wertpapier-Anlagen in Höhe von 60,3 Millionen Euro stellen die besagten 2,5 Millionen bei den Lehman Brothers laut dem Fachmann „eine mittelgroße Investition“ der Peiner Bank dar – es sind 4,1 Prozent der Gesamtpapiere.

Geht man jedoch davon aus, dass diese Lehman-Anleihen bereits 2007 von der Volksbank gekauft worden sind – hatten sie damals bei einer Gesamt-Wertpapier-Anlage in Höhe von 35,7 Millionen Euro einen Anteil von 7 Prozent. „Das wäre schon eine bemerkenswerte Investition gewesen“, betont der Experte aus der Löwenstadt auf Nachfrage. Er geht davon aus, dass die Peiner Bank „einen Großteil der angelegten 2,5 Millionen Euro verloren hat“.

Thomas Kröger

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