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Großer Ärger um Gelbe Säcke

Kreis Peine Großer Ärger um Gelbe Säcke

Peine. Das Problem ist ein Dauerbrenner: Die Gelben Säcke, die im Peiner Land zur Entsortung von Wertstoffen wie Joghurtbechern oder Zahnpasta-Tuben dienen, sind an vielen Ausgabestellen knapp oder gar nicht verfügbar. Das sorgt bei den Verbrauchern und in den Geschäften, die die Säcke als unentgeltliche Service-Leistung ausgeben, regelmäßig für Ärger.

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Viele Geschäfte geben die Gelben Säcke auf freiwilliger Basis aus, an einigen Stellen gab es zuletzt aber einen Versorgungsengpass.

Bei der PAZ meldeten sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Leser, die mit der Versorgung unzufrieden sind. Ein Peiner, der seinen Namen nicht in der Zeitung nennen möchte, hat beispielsweise häufiger beobachtet, dass es Differenzen bei der Ausgabe in den Geschäften gibt. Kunden äußerten ihren Unmut darüber, dass sie nur eine Rolle Säcke bekommen (weil diese limitiert sind) oder darüber, dass erst gar keine vorrätig sind - und genau das sei in der letzten Zeit häufiger vorgekommen.

Das hat auch Konsequenzen: Einige Ladenbesitzer sind nach PAZ-Informationen mittlerweile nicht mehr bereit, ihr Personal, das nichts für Lieferengpässe kann, beschimpfen zu lassen und haben die freiwillige und unentgeltliche Service-Leistung der Gelbe-Säcke-Ausgabe deshalb komplett eingestellt.

Bei den zuständigen Abfallwirtschafts- und Beschäftigungsbetrieben Landkreis Peine (A+B) ist das Thema natürlich bekannt, das Problem liege allerdings auch bei den Verbrauchern. Die Mehrheit der Bürger nutze die Gelben Säcke bestimmungsgemäß, was sich in den hohen Erfassungsmengen von 32 Kilogramm pro Einwohner (2014) wiederspiegele. Das Unternehmen vermutet aber, dass rund 15 Prozent der für ein Jahr georderten Säcke „zweckentfremdet“ werden, grundsätzlich stehe eine ausreichende Anzahl zur Verfügung.

Wie die Pressesprecherin von A+B, Brigitta Saal, erklärte, wurden im vergangenen Jahr 4148 Tonnen Leichtverpackungen in 2,6 Millionen Säcken eingesammelt. Beschafft und ausgegeben wurden dagegen mehr als drei Millionen Säcke. „Es ist davon auszugehen, dass mehr als 400 000 Säcke zweckentfremdet verwendet wurden“, so Saal.

Da die Säcke kostenlos verfügbar und überall erhältlich sind, sei die Hemmschwelle, diese anders zu nutzen als vorgesehen, sehr niedrig. Saal: „Die Säcke werden als Restmüllsäcke oder Sammelsäcke für Laub, Altkleider, PET-Flaschen und vieles andere mehr verwendet.“

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