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Großeinsatz: 20 Kinder bei Bus-Unfall verletzt

Vöhrum Großeinsatz: 20 Kinder bei Bus-Unfall verletzt

Peine. 20 Schüler sind am Freitagmorgen bei einem Unfall in einem Schulbus verletzt worden. Zehn der Jugendlichen mussten ins Klinikum.

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Acht Rettungswagen und zwei Notärzte waren gestern Morgen an der IGS und den Berufsbildenden Schulen im Einsatz.

Die Schüler besuchen die Integrierte Gesamtschule Peine und die Berufsbildenden Schulen in Vöhrum. Der Unfall ereignete sich gegen 9 Uhr auf der Pelikanstraße. Eine bislang unbekannte Radfahrerin hatte dem Bus aus Edemissen die Vorfahrt genommen. Der Busfahrer verhinderte durch eine Vollbremsung Schlimmeres. Allerdings stürzten bei dem Bremsmanöver zahlreiche Schüler in dem Bus.

Ein Mädchen flog sogar mit dem Kopf gegen eine der Scheiben. „Der Busfahrer hat von der Schülerin die Personalien aufgenommen und gefragt, ob er einen Krankenwagen rufen solle“, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn, in deren Auftrag der Bus unterwegs war. Das habe die Schülerin abgelehnt. Auch die übrigen Schüler hätten zunächst keine Behandlung verlangt.

In den Schulklassen klagten einige dann aber doch über Kopfschmerzen und Schmerzen in der Schulter oder in den Knien. Betroffen waren vor allem Schüler der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum. Die Jugendlichen suchten das dortige Krankenzimmer auf. Die Lehrer informierten daraufhin den Rettungsdienst.

Insgesamt waren acht Rettungswagen und zwei Notärzte im Einsatz. Auch der Notarzt aus dem Rettungshubschrauber Christoph 30 wurde alarmiert. Als später deutlich wurde, dass die Verletzungen der Schüler nicht sehr schwer waren, drehte der Hubschrauber für diesen Einsatz wieder ab.

Die beiden Notärzte aus dem Klinikum Peine versorgten mit Helfern aus den Krankenwagen die Kinder. „Wir müssen bei einigen Schülern ausschließen, dass sie schwerwiegendere Verletzungen haben. Deshalb bringen wir sie vorsorglich ins Klinikum, wo sie dann intensiver untersucht werden“, sagte Hendrik Voges, Leitender Notarzt im Landkreis Peine.

Die Schule hatte umgehend die Eltern der betroffenen Schüler informiert. Der Unfallhergang und die Folgen ziehen Ermittlungen der Polizei nach sich.

Von Thorsten Pifan

„Es kamen immer mehr Schüler, die über Schmerzen klagten“

Vöhrum. In der Integrierten Gesamtschule wurde nach den ersten Krankmeldungen am Freitagmorgen sofort ein Krisenmanagement eingesetzt. Nachdem ein Schulbus eine Vollbremsung machen musste, klagten insgesamt 20Schüler der IGS und der benachbarten BBS über Schmerzen oder standen unter Schock (Text oben). Von der Schule aus wurde der Rettungsdienst alarmiert. „Es kamen immer mehr Schüler, die über Kopfschmerzen oder Schmerzen in der Schulter klagten“, sagte der didaktische Leiter der IGS, Dr.Bernd Hauck.

In der Regionalen Leitstelle in Braunschweig wurde sofort ein Großalarm ausgelöst, denn die Schule hatte mindestens sechs leicht verletzte Kinder gemeldet. Neben den Notärzten und den Rettungswagen rückte zunächst auch die Freiwillige Feuerwehr an.

Sanitäter und Notärzte schauten sich die Kinder und Jugendlichen an und stellten die Verletzungen fest. Nach und nach meldeten sich immer mehr Schüler. „Wir sind zudem durch die Klassenräume gegangen und haben gezielt Schüler angesprochen, die womöglich mit dem betroffenen Bus hätten gekommen sein können“, sagte Dr. Hauck, der die enge Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und den Ärzten lobte.

Zehn der Schüler kamen vorsorglich zur Behandlung ins Klinikum Peine. Dort sollte festgestellt werden, ob die Verletzungen ernsthafter waren. Gegen Mittag waren aber wieder alle Schüler entlassen. Die Schule hatte sich vom organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes die Namen der Schüler geben lassen und umgehend die Eltern informiert.

pif

Gut reagiert!

Da haben die Lehrer an der Integrierten Gesamtschule gestern Morgen richtig reagiert, als sie nicht nur schnell den Rettungsdienst alarmierten, nachdem sich immer mehr Schüler krank meldeten. Die Lehrer haben auch überprüft, welche Schüler womöglich mit dem betroffenen Bus zur Schule gekommen waren und diese Schüler gezielt in den Klassen aufgesucht, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei.

Das zeugt angesichts der sicher nicht leichten Situation mit einer Vielzahl verletzter Kinder von viel Verantwortungsbewusstsein und einem hervorragenden Krisenmanagement. Dass so viele Retter zur Stelle waren, zeigt auch, dass die Peiner Kräfte solche Einsätze meistern können.

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