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Große Feuerwehr-Übung mit 60 Personen

PAZ-Redakteurin im Einsatz Große Feuerwehr-Übung mit 60 Personen

Bei einer Feuerwehr-Übung in Duttenstedt mussten kürzlich vier vermisste Personen gefunden und gerettet werden. Eine davon war PAZ-Redakteurin Kerstin Wosnitza, die sich als Statistin zur Verfügung gestellt hatte und ihre Eindrücke schildert.

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Alarm in Duttenstedt: Bei der Großübung waren rund 60 Feuerwehrleute aus Duttenstedt, Stederdorf, Woltorf und Essinghausen im Einsatz.

Duttenstedt. Von Kerstin Wosnitza

Meine Rolle hatten wir vorab durchgesprochen: Ich konnte mich vor Rauch und Flammen in ein Zimmer im ersten Stock retten und hinter mir die Tür schließen. Zurück in den Flur kann ich nicht. Dort ist (dank mehrerer Nebelmaschinen) alles voller Qualm, man kann nicht mehr atmen. Zudem hätte ich kaum eine Chance, aus dem Gebäude heraus zu finden, denn man kann die Hand kaum vor den Augen sehen. Sich zu orientieren, ist quasi unmöglich. Obwohl ich weiß, dass mir nichts passieren kann, ist es etwas unheimlich.

Rund sechseinhalb Minuten nach dem ersten Sirenenton kommen die Duttenstedter Einsatzkräfte, kurz darauf wimmelt es von Feuerwehrleuten. Nun ist mein Moment gekommen: Hustend beuge ich mich aus dem Fenster und rufe um Hilfe.

Eine junge Kameradin bemerkt mich als erstes. Sie redet mir gut zu und versucht so, zu verhindern, dass ich zurück ins brennende Haus laufe oder aus dem Fenster springe, bevor ich von außen über eine Leiter befreit werde. Es scheint ewig zu dauern, bis ich endlich - unterstützt durch einen Feuerwehrmann - durch das kleine Fenster auf die Leiter klettern und so das mittlerweile ziemlich verrauchte Zimmer verlassen kann. In Wirklichkeit waren es nur zehn Minuten, die ich warten musste. Ich bekomme eine Ahnung davon, wie man sich im Ernstfall fühlt.

Ein anderer Statist ist der junge Leon, der sich laut Szenario neugierig ins Haus geschlichen hat und von dem Brand überrascht wurde. Seine Mutter ist draußen und weiß ihren Sohn in Gefahr. Hysterisch wirft sie den Einsatzkräften vor, sich nicht genug zu beeilen. Mehrmals versucht sie, selbst in das Haus zu laufen, um ihr Kind zu retten.

Ein Feuerwehrmann hat die Aufgabe, sie zu beruhigen und auf ihre Sicherheit zu achten. Leicht macht sie es ihm aber wahrlich nicht. Leon wird schließlich von Atemschutzgeräteträgern durch das Haus ins Freie gebracht. Er bekommt dazu eine Spezial-Maske, damit er atmen kann.

Nach unserer „Rettung“ stehen Leon und ich und auch seine Mutter noch lange zusammen und schauen uns den weiteren Verlauf der Übung an. Und wir sind uns einig: Es ist gut, zu wissen, dass es so viele Menschen gibt, die im Ernstfall bereit sind zu helfen.

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