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Großdemo: 4000 Stahlarbeiter protestierten

Salzgitter Großdemo: 4000 Stahlarbeiter protestierten

Salzgitter/Peine. Probleme gibt es in der Stahlindustrie mehr als genug: Billigpreise aus China und eine weltweite Überkapazität machen es den Unternehmen wie der Salzgitter AG (dazu gehört die Peiner Träger GmbH) schwer. Helfen soll Brüssel, forderten am Donnerstag rund 4000 Arbeiter bei einer Demonstration in Salzgitter - darunter viele Peiner.

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"Stahl ist Zukunft": Auch Peiner waren beim Stahl-Aktionstag nach Salzgitter dabei.

Quelle: dpa

Gemeinsam haben die Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Landespolitiker in Niedersachsen gegen Dumpingpreise in der Stahlindustrie protestiert. Dass China billigen Stahl auf den Weltmarkt werfe, habe zu einem ruinösen Preiswettbewerb geführt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Heinz Jörg Fuhrmann, bei der Kundgebung auf dem Gelände des Konzerns. „Das ist ein Tsunami, dem wir aus eigener Kraft nicht viel entgegensetzen können.“ Rund 4000 Demonstranten forderten deshalb einen effektiveren Schutz des Marktes durch die Europäische Union.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte, die Stahlindustrie stehe vor einem ganzen Bündel von Problemen, die politisch gesetzt seien. Er rief die EU auf, beim Schutz des Marktes zügig zu handeln: „Strafzölle müssen schneller kommen, und sie müssen fühlbar sein“, forderte er.

Sorge bereitet den Unternehmen auch die in der EU geplante Neuregelung des Emissionshandels. Sie könnte die Stahlkonzerne dazu zwingen, CO2-Zertifikate zu erwerben. Sie befürchten hohe Kosten. Europas Stahlproduzenten seien die saubersten der Welt, sagte Hasan Cakir, Betriebsratschef der Salzgitter AG. „Es kann nicht sein, dass wir dafür bestraft werden.“

Und Matthias Wilhelm, Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine, forderte die politischen Entscheidungsträger auf, für den Erhalt der Stahlindustrie in Deutschland und Europa gesetzliche und europarechtliche Voraussetzungen zu schaffen. Hierbei zählt er auf die Unterstützung der niedersächsischen Landesregierung.

Mit dem Stahlaktionstag will die Gewerkschaft IG Metall auf die Probleme der Stahlkocher aufmerksam machen.

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