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Groß Lafferde: Hunde attackieren 82-Jährige

Seniorin wollte Mischling schützen Groß Lafferde: Hunde attackieren 82-Jährige

Eine 82-Jährige ist bei einem Hundeangriff im Kreis Peine an der Hand verletzt worden. Die Seniorin wollte ihren Mischling vor einem Boxer und einer Bulldogge schützen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

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Symbolfoto: Eine Old English Bulldogge wie auf diesem Foto griff die 82-Jährige und ihren Hund an.
 

Quelle: dpa

Gross Lafferde. Die 82-Jährige war am Dienstag gegen 16 Uhr mit ihrem Shih-Tzu-Mischling in der Ortsschaft Groß Lafferde unterwegs. Plötzlich seien die beiden Hunde – ein Boxer und eine Old-English-Bulldogge – von einem Grundstück gerannt gekommen und hätten sich in den Mischling verbissen, erklärte Polizeisprecher Peter Rathai.

Bei der Attacke kam die Seniorin zu Fall, einer der beiden Hunde biss ihr in die Hand, so dass sie ambulant behandelt werden musste. Gegen den 31 Jahre alten Halter der beiden Hunde wurde laut Polizeibericht ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auf PAZ-Anfrage erklärte der Sprecher des Landkreises Peine, Henrik Kühn: „Hunde sind dem Niedersächsischen Hundegesetz zufolge so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen. Für die Überwachung der Einhaltung dieser Vorschrift ist die jeweils örtlich zuständige Gemeinde sachlich zuständig – dieses wäre hier also die Gemeinde Ilsede.“ Die sachliche Zuständigkeit gehe allerdings auf den Landkreis als Fachbehörde über, wenn es einen Hinweis gibt, dass ein Hund eine gesteigerte Aggressivität aufweist. Dieses sei insbesondere dann der Fall, wenn der Hund einen Menschen oder ein Tier gebissen oder eine sonst über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe gezeigt hat.

Im aktuellen Fall lägen dem Landkreis noch keine Detailinformationen vor, man habe sich aber inzwischen mit der Polizei in Verbindung gesetzt, so Kühn. „Wahrscheinlich ist, dass unsere Mitarbeiter den Halter der beiden in Rede stehenden Hunde ebenso wie die Geschädigte und etwaige weitere Zeugen zum Vorfall befragen“, erklärte der Sprecher weiter.

Die Ermittlungsergebnisse könnten dann eine Feststellung der Gefährlichkeit der Hunde zur Folge haben. Neben den möglichen strafrechtlichen Konsequenzen bei einem Hund-Mensch-Beißvorfall wegen Körperverletzung und ferner einer Schadensersatzpflicht müsste der Halter dann in einem entsprechenden Verwaltungsverfahren gegebenenfalls die daraus entstehenden Kosten tragen.

Kühn: „Wenn er die Hunde in diesem Fall weiter halten will und dies beantragt, muss möglicherweise in einem weiteren Erlaubnisverfahren nachgewiesen werden, dass er die zur Hundehaltung erforderliche Zuverlässigkeit besitzt, er jeweils eine praktische Sachkundeprüfung mit den bissigen Hunden bestanden hat und den Hunden durch einen Wesenstest sozialverträgliches Verhalten bescheinigt wird.“

Von Michael Lieb

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