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Gleichstellungsbeauftragte diskutierten mit Ministerin Rundt

Peine Gleichstellungsbeauftragte diskutierten mit Ministerin Rundt

Kreis Peine. Über das Thema Gleichstellung am Beispiel des umstrittenen Kopftuches für Frauen muslimischen Glaubens, diskutierten die Teilnehmerinnen der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Peiner Forum mit Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD).

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Sozialministerin Cornelia Rundt (links) sprach bei der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Peiner Forum.

Quelle: Thorsten Pifan

Aktuell verhandelt das Land mit muslimischen Verbänden über einen Staatsvertrag. Rundt bekannte, dass sie angesichts der Verträge innerlich zerrissen sei. „Wenn eine Frau ein Kopftuch trägt, um eine Verbundenheit mit einer Kultur auszudrücken, halte ich davon in meiner Funktion als Integrationsministerin sehr viel“, sagte sie. Stehe das Kopftuch aber für die Unterdrückung der Frau, „dann geht das gar nicht!“

Grundsätzlich ist sie aber eine Befürworterin der Islamverträge und begründete das auch: „Der Islam ist in Niedersachsen die Religion, die nach dem evangelischen Glauben die stärkste ist - noch vor dem katholischen Glauben. Und als zweitstärkste Religion dürfen wir den Islam nicht ausgrenzen.“ Silke Tödter, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Peine, gab zu Bedenken, dass der Islam von unterschiedlichen Verbänden vertreten werde und somit nicht alle Menschen dieses Glaubens von den Verträgen erfasst würden, weil sich viele von diesen Verbänden gar nicht repräsentiert fühlten.

Die Gleichstellungsbeauftragten kritisierten vor allem, dass es - nach einem Urteil des Verfassungsgerichtes - nicht verboten werden darf, dass Lehrerinnen ein Kopftuch tragen. „Lehrerinnen haben eine Vorbildfunktion und sollten deshalb kein Kopftuch tragen“, brachte es Peines stellvertretende Landrätin Eva Schlaugat auf den Punkt. Weiteres Thema war die Integration von Flüchtlingen und die Vermittlung hiesiger Werte, die auch die Gleichstellung beinhalten. Rundt mahnte, die Gleichstellung zum Thema in Integrationskursen und Sprachkursen zu machen. Sie verwies auf das Projekt „Worte helfen Frauen“, bei dem Übersetzerinnen geflüchteten Frauen zur Seite stehen, weil gerade sie gefährdet seien, Opfer sexueller Gewalt zu werden.

Von Thorsten Pifan

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