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Gillmeister: Plattdeutscher Abend

Peine Gillmeister: Plattdeutscher Abend

Vier Verfechter der plattdeutschen Sprache - Marlies Havekost, Regina Zimmermann, Jürgen Schierer und Rolf Ahlers - gaben sich bei einem amüsanten Leseabend in der Buchhandlung Gillmeister ein Stelldichein.

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Spontan-Auftritt: Joachim Thiemann machte beim Kaninchenfell-Handel erste Erfahrungen mit dem Plattdeutschen.

„Man hat erkannt, dass lokale Sprachen identitätsstiftendes Kulturgut sind, das es zu schützen und zu fördern gilt.“ Dieser Satz von Hubertus Gillmeister sollte einer der wenigen sein, die an diesem Abend auf Hochdeutsch gesprochen wurden. Die vier Vortragenden, allesamt auch Autoren, bedienten sich selbstverständlich durchgängig des ostfälischen Platt, wie es in der Gegend um Peine und Braunschweig früher gang und gäbe war.

Aber Ahlers, Moderator des Abends, sowie seine drei Mitstreiter setzen sich mit allen Kräften dafür ein, dass es bei dem „war“ nicht bleibt.

„Dat Plattdütsche lopet nich weg, et starbet weg“, sagte Regina Zimmermann. Wie die anderen ist auch sie in Sachen Plattdeutsch engagiert und unterrichtet in Grundschulen „de lütten Krabben inner veerten un fieften Klasse“. So erfuhren die rund 35 durchweg älteren Besucher von Ahlers, wie er mit einem Polizisten in Norwegen lieber auf Platt und Norwegisch über sein falsch geparktes Auto verhandelte als auf schlechtem Englisch: „Denn die skandinavischen Sprachen und Plattdeutsch sind sich sehr ähnlich.“ Marlies Havekost aus Wehnsen trug selbst Erlebtes vor. Das Regengedicht von Regina Zimmermann und andere Reime erinnerten die Besucher an ihre eigene Kindheit.

Jürgen Schierer, Gründer des Ostfalia-Verlags, gab unter anderem die Geschichte vom „lüttjen Jörg“ und seiner wenig rühmlichen Ahnengalerie zum Besten.

Spontan meldete sich ein Besucher mit seiner eigenen Geschichte. Als Vertriebener hatte Joachim Thiemann nach der Flucht einen kleinen Handel mit Kaninchenfellen aufgezogen. „Opa, hebst du Kaninchenfelle tau verküpen?“ hieß es da oft. Der schnell angeeignete Dialekt war auch förderlich fürs Geschäft. „Siehst Du, Plattdütsch verbind’t“, sagte Ahlers.

hui

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