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Gilla Cremer brillierte als Hildegard Knef

Peine Gilla Cremer brillierte als Hildegard Knef

Da hatten wir uns aber etwas ganz anderes vorgestellt, aber es ist verdammt gut“, so einige Stimmen in der Pause des Stückes „So oder So“ - eine Hildegard-Knef-Biografie, die am vergangenen Dienstag von Schauspielerin Gilla Cremer in den Peiner Festsälen auf die Bühne gebracht wurde.

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Gilla Kremer gab Hildegard Knef - und überraschte mit einer außergewöhnlichen Biografie der legendären Schauspielerin.

Quelle: im

Peine. Begleitet wurde Cremer von Gerd Bellmann am Flügel, der mit seiner gefühlvollen Art die Zeit der 60er- und 70er-Jahre in Erinnerung rief.

Gilla Cremer tanzte, sang und erzählte sich durch die Lebensachterbahn der Grande Dame der Bühne. Die typisch rauchige Stimme der Knef, ihre große Klappe, die Gestik, die Mimik - alles passte an diesem Abend zusammen. Cremer bot eine eindrucksvolle Vorstellung vom Lebensdrama der Knef, die sich mit dem Film „Die Sünderin“ ins Gedächtnis der Menschen katapultierte. 550 Besucher saßen gebannt in ihren Stühlen und lachten über Zoten wie „Wie halten Sie sich fit, Frau Knef?“ - „Ich jogge nicht, ich laufe Amok!“ Denn Cremer brachte nahezu ausschließlich Texte, Zitate, Geschichten und Liedtexte der Knef auf die Bühne. Dabei ließ sie keine Facette der beispiellosen Karriere der Hildegard Knef aus und zeigte das 16-jährige Hildchen, das in den Kriegswirren genau weiß was es will. „Mit 16 sagte ich still, ich will, will groß sein...“ bis hin zur gealterten Frau, die zum Ende hin den Sinn und Zweck des menschlichen Lebens auf ein Statement beschränkt: „Wenn du abtrittst, dann zählt nur eines: Wie viele Menschen waren glücklich, dass du gelebt hast.“

Die Knef auf der Bühne am Dienstag polarisierte, erzählte die schonungslose Wahrheit. Cremer konnte spielend die Verletzbarkeit der großen Schauspielerin in die Herzen des Publikums transportieren und wenn man die Augen schloss, hatte man das Gefühl die wilde Hilde stand da wirklich auf der Bühne. Das war ganz großes Kino, bei dem das Publikum bei den letzten Klängen von „Für mich soll´s rote Rosen regnen“ erst mucksmäuschenstill, dann mit tosendem Applaus reagierte.

bol

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