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Gewerkschaften: Immer mehr Peiner haben einen Mini-Job

Kreis Peine Gewerkschaften: Immer mehr Peiner haben einen Mini-Job

Kreis Peine. Immer mehr Menschen in Kreis Peine brauchen einen Zweit-Job: Rund 3610 Berufstätige waren im vergangenen Jahr auf einen Mini-Job als zusätzliche Einnahmequelle angewiesen. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Pestel-Institut in Hannover im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gemacht hat.

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Arbeit nach Feierabend: Die Zahl der „Multi-Jobber“ hat nach Ansicht der Gewerkschaften drastisch zugenommen.

Quelle: Verdi/NGG

Demnach ist die Zahl der derjenigen, die neben ihrer Hauptbeschäftigung einen Mini-Job haben, in den vergangenen Jahren in Peine drastisch gestiegen: „Blickt man zehn Jahre zurück, so hat es eine Zunahme von rund 110 Prozent gegeben“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.

Sebastian Wertmüller, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Region Süd-Ost-Niedersachsen, macht für das „Multi-Jobben“ vor allem Niedriglöhne verantwortlich. Abhilfe kann nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn schaffen, darin sind sich ver.di und NGG einig.

„8,50 Euro pro Stunde – das ist der Mindestpreis, den Arbeit bei uns hat. Wer heute für weniger Geld arbeiten muss, der hat keine Chance, von dem, was er verdient, auch leben zu können“, sagt der Geschäftsführer der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen, Manfred Tessmann.

Auch beim Peiner Jobcenter ist das Problem bekannt. Dirk Sommer spricht zwar nur von einer leichten Steigerung bei den Minijobs, verweist aber darauf, dass 32 Prozent der Hartz-IV-Empfänger eine Arbeit mit einem Einkommen haben, das nicht zum Leben ausreiche. Die Politik sei gefordert, zum Beispiel über Mindestlöhne gegenzusteuern.

Nur einen leichten Anstieg hat Claudia Zimmermann, Sprecherin der Agentur für Arbeit beobachtet. 17 Prozent der Minijobber seien junge Leute bis 25 Jahre und etwa 11 bis 12 Prozent Ältere, die sich etwas dazu verdienen wollten. Von den 25- bis 65-jährigen Mini-Jobbern seien 70 Prozent Frauen, für die es meistens der einzige Job ist.

jti

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