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Gewerbsmäßiger Betrug in elf Fällen: Grund war Spielsucht

Kreis Peine Gewerbsmäßiger Betrug in elf Fällen: Grund war Spielsucht

 Zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilte ein Richter am Peiner Amtsgericht jetzt einen 23 Jahre alten Mann aus Lahstedt wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

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Wegen seiner Spielsucht war ein Lahstedter straffällig geworden.

Quelle: A

Er hatte in elf Fällen Menschen um ihr Geld betrogen, um seine Spielsucht zu finanzieren. Da er sich seit einiger Zeit freiwillig verschiedenen therapeutischen Maßnahmen unterzieht und auch nicht mehr spielt, erkannte das Gericht eine positive Sozialprognose und setzte die Strafe für drei Jahre zur Bewährung aus.

Der „Thrill“, zu spielen, zu setzen und vielleicht zu gewinnen, das war es, was den jungen Mann immer wieder zu Spielautomaten gezogen habe. Aus Langeweile habe er während seiner Bundeswehrzeit begonnen, zu spielen. Das sei dermaßen ausgeartet, dass er die Armee nach drei Jahren vorzeitig verlassen musste, berichtete der Angeklagte.

Die Spielsucht hielt an. Geldnöte in fünfstelliger Höhe stellten sich ein, zu deren Begleichung sich der Vater des jungen Mannes bereit erklärt hatte. Doch das reichte nicht aus, und so kam der Arbeitslose Anfang 2013 auf einen Trick, weswegen er schon einmal angezeigt worden war, den er aber diesmal in großem Stil aufzog: Er versprach, hochwertige Smartphones, Notebooks und Computer günstig aus einer Geschäftsauflösung besorgen zu können, und kassierte dafür im Voraus ab. Dazu bediente er sich zweier ehemaliger Schulfreunde als Mittelsmänner. Doch weder besaß er die Gegenstände noch die Absicht, sie zu beschaffen.

Das Geld - insgesamt etwa 2000 Euro - wanderte direkt in Spielautomaten. Die Schulfreunde wurden in den Betrugsstrudel mit eingesogen. „Ich musste 1115 Euro an die Geschädigten in Raten zurückzahlen“, sagte einer der Mittler aus.

Momentan zahlt der Angeklagte, Vater eines zweijährigen Kindes, bereits 200 Euro monatlich von seinem schmalen Salär als Auszubildender an seinen Vater zurück. Auch die Schulden bei den Schulkameraden wird er begleichen müssen. Der Richter machte, wie vom Verteidiger angeregt, die Fortsetzung der Therapiemaßnahmen zu einer Bedingung für die Bewährungszeit.

hui

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