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Geschwindigkeitsübertretungen: Erneut hohe Quote in Handorf

51 Verkehrsteilnehmer von 199 Durchfahrten zu schnell Geschwindigkeitsübertretungen: Erneut hohe Quote in Handorf

Geschwindigkeitskontrollen sind häufig Auslöser kontroverser Diskussionen. Begriffe wie Abzocke, Radarfalle, Gängelung und Schikane sind da nicht weit. Doch es geht dem Landkreis nicht darum "Kopfprämien" zu kassieren, macht Henrik Kühn, Sprecher des Landkreises Peine deutlich. 

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Symbolbild: In Handorf waren in drei Stunden 51 Verkehrsteilnehmer von 199 Durchfahrten zu schnell

Quelle: Archiv

Peine. „Wir möchten vielmehr durch die Geschwindigkeitsüberwachung jedem Verkehrsteilnehmer zu seinem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit verhelfen“, erklärte Kühn.

Wie wichtig das auch nach wie vor bleibt, zeigen die Ergebnisse unserer gestrigen Messung an der Bültener Straße in Handorf: Innerhalb von drei Stunden am Nachmittag wurden 199 Durchfahrten gezählt, davon waren 51 Verkehrsteilnehmer in der 30-Zone zu schnell unterwegs. „Eine solche Überschreitungsquote ist außerordentlich hoch. Diese liegt innerhalb geschlossener Ortschaften sonst bei etwa zehn Prozent und nicht – wie hier – bei rund 25 Prozent“, hieß es weiter.

Gegen 46 Verkehrsteilnehmer wird nun ein Verwarngeld festgesetzt. Fünf Verkehrssünder werden mit einem Bußgeld und je einem Punkt belegt. Zwei Verkehrsteilnehmer fuhren so schnell, dass sie mit einem Fahrverbot von je einem Monat rechnen müssen. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit lag bei 71 km/h. „Dieses zeigt uns erneut, dass die gesellschaftliche Kernaufgabe, unsere Verkehrssicherheit zu erhöhen, nichts an Aktualität und Bedeutung verloren hat. Überwachung dient dem Schutz aller, denn gegenseitige Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, Regeln einzuhalten, sind Voraussetzung für eine sichere Verkehrsteilnahme“, sagte Kühn.

Wissenschaftlich belegt ist dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat zufolge, dass eine Abnahme der durchschnittlichen Geschwindigkeit von fünf Prozent eine Verringerung der Unfälle mit Verletzten um ungefähr zehn Prozent und eine Verringerung der Unfälle mit Getöteten um 20 Prozent zur Folge hat. „Jedem Kraftfahrer sollte deshalb bewusst sein: Es gibt kein Recht auf zu schnelles Fahren und Geschwindigkeitskontrollen machen unsere Straßen nachweislich sicherer“, sagte er abschließend.

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