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Gert Lindemann: „Ich nehme die Brand-Anschläge in Peine sehr ernst“

Peine Gert Lindemann: „Ich nehme die Brand-Anschläge in Peine sehr ernst“

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) aus Hohenhameln ist besorgt angesichts der Gewaltbereitschaft militanter Tierschützer: Samstagnacht hatten Unbekannte vier Brandsätze am Hähnchenmast-Stall in Mehrum gezündet. Im Juli hatte es bereits in Alvesse gebrannt

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Landwirtschaftsminister: Die Anschläge auf den Hähnchenmast-Stall in Mehrum erfüllen Gert Lindemann mit Sorge.

Quelle: sur/A

Kreis Peine. Die Täter beriefen sich auf Tierrechte, missachteten aber die Gesetze des Rechtsstaates, betonte Lindemann: „Bei uns hat jeder das Recht zu demonstrieren oder seine Meinung über eine Bürger-Initiative zu äußern.“ Im Rechtsstaat gebe es aber Grenzen, an die sich alle zu halten haben.

Entsprechend nähmen er und Innenminister Uwe Schünemann (CDU) die Anschläge in Mehrum und Alvesse auf Hähnchenmast-Anlagen sehr ernst. Die Polizei werde die Ställe verstärkt im Auge behalten.

Die Argumente der Tierschützer, dass sie gegen Tierquälerei vorgehen, sind für Lindemann „absurd“. In seiner kurzen Zeit als Minister habe er fünf Fälle von schlimmer Tierquälerei auf den Schreibtisch bekommen. „Vier davon spielten sich in Hobby- und Kleinst-Anlagen ab“, sagte er. Die Größe eines Betriebes sei nicht dafür ausschlaggebend, dass dort Tiere gequält würden. Entscheidend sei vielmehr das Management der Landwirte.

Die auffällige Häufung von Anschlägen im Peiner Land kann aus Sicht Lindemanns ein Zufall sein. „Wir haben die Erkenntnis, dass die Täter auch bereit sind, weite Strecken zurückzulegen“, sagte er. Sein Appell richtet sich an die Bevölkerung, wachsam zu sein und Auffälligkeiten an die Polizei weiter zu geben.

Der Hohenhamelner Lindemann selber ist ein Verfechter von Mast-Betrieben in „bäuerlichen“ Größen. Großgewerbliche Tierhaltung befürworten er und sein Ministerium nicht. Als bäuerliche Größe versteht er zum Beispiel
40 000 Mast-Hähnchen oder 2000 Schweine in einem Stall.

Zum Vergleich: In Alvesse werden später 80 000 Hähnchen und in Mehrum 40 000 Tiere gemästet.

pif

Aktivisten der A.L.F.

Die „Animal Liberation Front“ (A.L.F.), zu deutsch: Tierbefreiungsfront, ist laut ihrer Internetseite international tätig. Sie gehören der militanten Tierbefreiungsbewegung an und schrecken auch vor Anschlägen gegen Einrichtungen nicht zurück.

Sie wollen Tierversuche und Tötungen von Tieren verhindern und sind auch an Tierbefreiungsaktionen beteiligt. Die A.L.F. ist nicht organisiert, es gibt unabhängig voneinander agierende Kleingruppen. In den USA wird die A.L.F. vom FBI als Terrorgruppe mit besonderen Interessen eingestuft.

Die A.L.F. hat sich Richtlinien gegeben. Wer danach handelt, darf sich der Organisation zurechnen. Nach den Richtlinien ist es auch erlaubt, denjenigen wirtschaftliche Schäden zuzufügen, die nach Meinung der Aktivisten von der Not und der Ausbeutung der Tiere profitieren.

Bei allen Aktionen sind alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, damit weder Mensch noch Tier Schaden nehmen. In Deutschland hat sich der Verein „die tierbefreier“ bereit erklärt, Öffentlichkeitsarbeit für A.L.F. zu übernehmen. Eine direkte Verbindung wird aber vehement abgestritten.

pif

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