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Gericht: Salzgitteraner soll Peinerin (86) mehrfach geschlagen und getreten haben

Peine/Hildesheim Gericht: Salzgitteraner soll Peinerin (86) mehrfach geschlagen und getreten haben

Peine/Hildesheim. Wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung muss sich gestern ein 23-jähriger Salzgitteraner vor dem Hildesheimer Landgericht verantworten. Dem Opfer, einer 86-jährigen Peinerin, steckt der Schrecken auch nach fast eineinhalb Jahren noch in den Knochen.

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Landgericht Hildesheim: Der Angeklagte (23) verdeckte gestern sein Gesicht mit einem Papier. Neben ihm sitzt sein Verteidiger Dirk Schoenian.

Quelle: bar

„Nur mit Gottes Hilfe bin ich am Leben geblieben“, sagte die Rentnerin gestern vor dem Hildesheimer Landgericht. Am 20. August 2012 hatten sie drei Männer in ihrer Wohnung überfallen: Ein Täter muss sich jetzt dafür vor Gericht verantworten, seine beiden Mittäter will er nicht nennen.

Die 86-Jährige hatte die Tür in Erwartung ihrer Enkelin geöffnet, doch davor standen drei Männer mit einem Päckchen. Kurz danach erhielt sie einen Schlag ins Gesicht und stürzte zu Boden. An den Haaren hätten die Täter sie ins Wohnzimmer gezerrt und sie mehr als eine Stunde immer wieder geschlagen, getreten und gewürgt, um zu erfahren, wo sie ihr Geld verstecke. Schließlich erbeuteten die Täter 140 Euro Bargeld, ein Sparbuch und etwas Schmuck. Ehe sie die Wohnung verließen, knebelten sie die alte Frau mit Klebeband und fesselten ihre Hände mit Kabelbinder. Sie zeigten ihr eine Schusswaffe und ein Messer. Zuletzt hätte einer gedroht: „Ich komme wieder, dann schneide ich dir die Kehle auf“, berichtete das Opfer. Mühsam schaffte sie es bis zur Tür der Nachbarin, die Hilfe holte.

Der 23-jährige Angeklagte äußerte sich nicht, aber sein Anwalt Dirk Schoenian gab eine Erklärung ab: Sein Mandant habe im Auto der Täter gesessen und auch Päckchen, Klebeband sowie Kabelbinder dabei gehabt. Als er jedoch erfahren habe, dass eine alte Frau Opfer des Überfalls werden sollte, sei er ausgestiegen. Die beiden Mittäter hätten aber sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen. Er wolle sie aber namentlich nicht nennen.

Die 86-Jährige erschien vor Gericht unter Polizeischutz: Am letzten Donnerstag soll ein Schuss in das Fenster der Wohnung über ihrer eingeschlagen sein. Die Zeugin beantwortete die Fragen des Vorsitzenden Richters Rainer de Lippe zunächst ruhig. Sie erkannte den Angeklagten als Täter wieder. Dieses Wiedererkennen zog verteidiger Dirk Schoenian jedoch in Zweifel: Bei der Vernehmung durch die Polizei nach der Tat habe sie erklärt, nur einen der Täter wiederzuerkennen. Die 86-Jährige regten die Nachfragen des Verteidigers auf: „Da sitzt der Täter, mach mich nicht verrückt. Heute habe ich ihn auf den ersten Blick erkannt.“ Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt.

bar

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