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Geplante Schutt-Deponie bei Berkum: Scheitert Projekt wegen zu hoher Kosten?

Berkum Geplante Schutt-Deponie bei Berkum: Scheitert Projekt wegen zu hoher Kosten?

Berkum. Wirbel um die geplante Bauschutt-Deponie bei Berkum: Es ist laut PAZ-Informationen unklar, ob die Deponie noch auf der Fläche nahe dem Kanal angelegt wird. Die Kosten sollen zu hoch sein.

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Die Deponie in Berkum.

Quelle: ale

Die neue Eigentümerin des Geländes, die Gesellschaft HK Rohstoff und Umwelttechnik (vormals Deponie Berkum GmbH), will dort eigentlich eine Deponie für Bauschutt eröffnen. Sie soll auf einer alten Deponie der Salzgitter AG errichtet werden. Das hatte für Aufregung in Berkum gesorgt (siehe Info). Im Gegenzug will die Gesellschaft unter der Leitung der Hildesheimer Firma Umwelttechnik Kedenburg und der Bremer Heilit Umwelttechnik die alte, kontaminierte Deponie komplett sanieren und versiegeln. So soll verhindert werden, dass Gifte in das Grundwasser gelangen können.

Doch laut gut unterrichteter Kreise sollen die Kosten für die Versiegelung und den Bau zu hoch sein - es soll sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Dr. Michael Heinemann, Geschäftsführer der Umweltdienste Kedenburg, sagte dazu der PAZ: „Ich kann dazu noch nichts Konkretes sagen, da wir uns noch in der Planungsphase für die Deponie befinden. Erste Ergebnisse der Kalkulation wird es erst in einem halben Jahr geben.“ Heinemann bestätigte aber, dass der Kaufvertrag mit der Salzgitter AG seit dem Juni 2012 abgeschlossen sei - mit der Einschränkung, dass es noch keinen Eintrag ins Grundbuch gebe. Laut gut unterrichteter Kreise gibt es für die Gesellschaft HK Rohstoff und Umwelttechnik durch spezielle Klauseln immer noch die Möglichkeit, vom Kaufvertrag Abstand zu nehmen.

Für Klärung will jetzt das zuständige Gewerbe-Aufsichtsamt Braunschweig sorgen. Der stellvertretender Behördenleiter Ernst-Dietrich Morgener sagte der PAZ: „Wir wissen selbst nicht genau, wie die Besitzverhältnisse dort aktuell sind und wie die konkreten Pläne aussehen. Deswegen sind jetzt Schreiben von uns an die HK Rohstoff und Umwelttechnik und die Salzgitter AG unterwegs, um auf unsere Fragen schnell Antworten zu erhalten.“

Morgener geht weiter davon aus, dass bei Berkum eine neue Bauschutt-Deponie mit einer Laufzeit von 30 Jahren entstehen soll.

tk

INFO

Deponie Berkum

Für große Aufregung hat bei den Berkumer Anwohnern der Plan gesorgt, auf der kontaminierten Fläche eine neue Bauschutt-Deponie zu errichten (PAZ berichtete). Auf dem neun Hektar großen Gelände zwischen der Bundesstraße 65 und dem Kanal hat der Stahlkonzern von 1984 bis 1995 mehrere 100000 Kubikmeter Feinschlamm aus dem Peiner Stahlwerk gelagert und von 1930 bis 1984 giftigen Abfall aus dem Hochofenwerk Ilsede gesammelt. Die Salzgitter AG hatte Ende 2010 aus Sicherheitsgründen damit begonnen, das Areal zu versiegeln. Die Kosten hierfür sollten etwa vier Millionen Euro betragen. Die Versiegelung wurde jedoch gestoppt, als der Kaufvertrag mit HK Rohstoff und Umwelttechnik zustande kam. Eigentlich soll jetzt diese Firma die kontaminierte Fläche versiegeln und die neue Deponie bauen. Nach der 30-jährigen Nutzung ist eine Renaturierung vorgesehen.

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