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Gemeindewerke streiten mit Avacon

Peine Gemeindewerke streiten mit Avacon

Peine . Die geplante Übernahme der Strom- und Gasnetze von Avacon durch die Gemeindewerke Peiner Land (GPL) ist auf dem Verhandlungsweg offenbar gescheitert.

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Streitpunkt Netz-Umfang: Die Gemeindewerke Peiner Land und Eon Avacon konnten sich nicht darüber einigen, welche Leitungen eigentlich zum Netz gehören.

Weder über den Netz-Umfang noch über den Kaufpreis habe bislang eine Einigung erzielt werden können, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende der GPL und Bürgermeister von Edemissen, Frank Bertram, gestern gegenüber der PAZ. Im Frühjahr werden sich die beiden Parteien nun wohl vor Gericht wiedersehen. Anfang des Jahres wird vermutlich Klage eingereicht werden.

„Zwar sind die Verhandlungen formal noch nicht beendet, eine Einigung in letzter Minute ist jedoch schwer vorstellbar“, bestätigte auch GPL-Geschäftsführer Heiner Zieseniß. Die Idee zur Netzübernahme war ursprünglich vor dem Hintergrund entstanden, dass die Konzessionsverträge mit Avacon in mehreren Peiner Gemeinden fast zeitgleich auslaufen oder wie in Ilsede schon ausgelaufen sind.

Ziel der in der GPL organisierten Gemeinden Edemissen, Hohenhameln, Ilsede, Lahstedt, Lengede und Wendeburg ist der Rückkauf der Strom- und Gasnetze, um als kommunaler Netzbetreiber die regionale Wertschöpfung zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und mit dem Durchleiten von Energie anderer Anbieter Geld zu verdienen. Die GPL bietet aber auch selbst Strom und Gas an.

Der Schätzwert der Strom- und Gasleitungen in den sechs Gemeinden mit ihren rund 80 000 Einwohnern liegt nach PAZ-Informationen zwischen 40 und 80 Millionen Euro. Ein Streitpunkt bei den Verhandlungen soll auch die Frage gewesen sein, was zu den Energie-Netzen dazugehört. Nur kleinere Leitungen? Oder auch größere Überlandleitungen? Umspannwerke? Über diese Fragen habe es recht unterschiedliche Auffassungen gegeben - und letztlich natürlich auch über den Preis.

Die Pressesprecherin von Avacon, Christina Schulz, bestätigte: „Wegen der unklaren Rechtslage in Bezug auf die Bewertung der Netze gibt es unterschiedliche Ansätze für einen möglichen Kaufpreis.“

  • Hintergrund : Hinter den GPL stehen die Gesellschafter Energieversorgung Peiner Land (die sechs Gemeinden/25 Prozent), die Stadtwerke Peine (52,5 Prozent) und die EVI Energieversorgung Hildesheim (22,5 Prozent).

mic

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