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Gemeinden wollen Energieversorgung in Eigenregie - heute Entscheidung in Räten

Kreis Peine Gemeinden wollen Energieversorgung in Eigenregie - heute Entscheidung in Räten

Heute ist es soweit: In den Räten von sechs Peiner Gemeinden fällt am Abend die Entscheidung über die Neuvergabe der Konzessionen für Strom und Gas. Edemissen, Hohenhameln, Ilsede, Lahstedt, Lengede und Wendeburg wollen die Versorgungsnetze rekommunalisieren, über eigene Gemeindewerke Strom und Gas anbieten - und damit Geld verdienen.

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Stromleitungen: Sechs Peiner Gemeinden wollen mit dem Verkauf von Strom und Gas Geld verdienen. Kleine Bilder: EnPL-Sprecher Frank Bertram (links) und Michael Kramer.

Quelle: A

„Ich bin davon überzeugt, dass die Entscheidung in den Räten mit breiter Mehrheit getroffen werden“, sagte Edemissens Bürgermeister Frank Bertram gestern. Bertram ist Sprecher der Energieversorgung Peiner Land (EnPL), unter deren Dach sich die sechs Gemeinden in Form einer Anstalt öffentlichen Rechts zusammen geschlossen haben.

Gleichwohl gibt es auch kritische Stimmen. Michael Kramer, CDU-Chef in Lengede, weist etwa darauf hin, „dass zwischen der Gemeinde Lengede und dem bisherigen Netzbetreiber Eon unterschiedliche Rechtsauffassungen über die Wirksamkeit der noch bis Ende 2018 gültigen Altkonzessionsverträge bestehen“. Er befürchtet einen Rechtsstreit, auch hinsichtlich der Konditionen, zu denen die Versorgungsnetze im Kreis Peine von Eon zurückgekauft werden. Den Wert der Strom- und Gasleitungen schätzt die EnPL zwischen 40 und 80 Millionen Euro ein. Der tatsächliche Kaufpreis ist völlig unklar. Hintergrund: Die Bietergemeinschaft Stadtwerke Peine und EVI Energieversorgung Hildesheim hatte sich bei einem vorgeschalteten Wettbewerb gegen Eon durchgesetzt und will nun zusammen mit der EnPL bereits zum 1. Januar 2013 die Gemeindewerke Peiner Land gründen (PAZ berichtete). Finanziert werden soll der Netzkauf zu 60 Prozent aus Fremd- und zu 40 Prozent aus Eigenkapital, das jeweils zur Hälfte die Stadtwerke und die EnPL einbringen müssen. Die EnPL muss dafür Kredite aufnehmen. Unter dem Strich soll sich das Geschäft für alle lohnen.

mic

Gemeindewerke Peiner Land

Im Einzugsgebiet der Gemeindewerke Peiner Land (EnPL) leben etwa 70 000 Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass diese mit der Neuvergabe der Konzessionen für die Versorgungsnetze (siehe Haupttext) automatisch Kunden werden.

Wer nicht freiwillig wechselt, bleibt beim bisherigen Netzbetreiber Eon, dessen Konzessionsverträge nun nach 20 Jahren abgelaufen sind. An den Gemeindewerken will sich die EnPL anfangs nur mit rund ?25 Prozent beteiligen, um das Risiko zu minimieren. Für die Gemeinden bedeutet das je nach Anteil einen finanziellen Beitrag zwischen 900 000 Euro und 1,3 Millionen Euro.

Mittelfristig strebt die EnPL eine beherrschende Stellung mit einem 51-Prozent-Anteil an. Dann müsste noch einmal „nachgezahlt“ werden. Den Anteilen entsprechend sollen auch mögliche Gewinne aufgeteilt werden.

Die Gemeindewerke wollen größter Strom- und Gasanbieter im Peiner Land werden.

mic

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