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Geiselnahme fingiert: Urteil gegen Peiner

Peine Geiselnahme fingiert: Urteil gegen Peiner

Er war verzweifelt und griff zum Telefonhörer: Doch statt um Hilfe zu bitten, erzählte ein 35-jähriger Alkoholiker im Mai der Polizei, er habe eine Waffe und eine Geisel. Die Waffe: eine Soft-air-Pistole, die angebliche Geisel: die Verlobte, die sich keineswegs bedroht fühlte. Wegen Vortäuschens einer Straftat und anderer Delikte stand der Peiner nun vor dem Amtsgericht.

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Hier wurde verhandelt: das Amtsgericht Peine

Quelle: A

Bereits im Februar hatte der 35-Jährige sich auch gegen Polizeibeamte gewehrt. Wegen eines Streits mit der Verlobten waren die Beamten angerückt, sprachen gegen den Beschuldigten einen Platzverweis aus.

Als er diesem nicht nachkam, wollte ihn einer der Polizisten hinausbegleiten – der Angeklagte löste sich aus dem Griff und schubste sein Gegenüber. Alkoholwert: Rund 3 Promille.

Bereits seit seinem 14. Lebensjahr habe der Angeklagte Alkoholprobleme, ergab die Verhandlung. „Ich war neun Jahre trocken, dann kam nach elf Jahren Beziehung die Trennung“, erzählte der 33-Jährige. Das war vor drei Jahren, seitdem sei er erneut dem Alkohol verfallen. „Nur“ 2,38 Promille wurden nach der zweiten, deutlich schwereren Tat gemessen: Im Mai machte sich der Peiner mit einer Softair-Pistole bewaffnet auf den Weg zu seiner Verlobten – und rief von dort aus die Polizei an: Er habe eine Geisel und eine Waffe. Die „Geisel“ relativierte vor Gericht: „Es gab keine Geiselnahme.

Er war betrunken und fertig mit den Nerven. Er wollte einfach in die Psychiatrie und hat das als letzten Ausweg gesehen.“ Auch der Anwalt des Angeklagten unterstrich: „Er war grenzenlos verzweifelt. Das war ein soziales Drama. Andere Wählen in dieser Situation den Zug, er hat die Polizei angerufen. Nur die Art und Weise war völlig falsch.“

Das Amtsgericht verurteilte den 35-Jährigen wegen des Führens einer Anscheinswaffe zu einer Geldbuße in Höhe von 80 Euro sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Tatmehrheit mit Vortäuschens einer Straftat zu 800 Euro Geldstrafe.

js

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